FBI-Direktor kritisiert schottischen Justizminister scharf

22. August 2009, 18:13
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Nach Freilassung des Lockerbie-Attentäters Megrahi

Washington - FBI-Direktor Robert Mueller hat den schottischen Justizminister Kenny MacAskill wegen der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi heftig angegriffen. Die Entscheidung sei eine Verhöhnung der Justiz, schrieb der Chef der US-Bundespolizei in einem Brief an MacAskill. Sie ermutige Terroristen in aller Welt. Der Brief Muellers geht auch den Hinterbliebenen der Attentatsopfer zu.

Vor seiner Zeit beim FBI leitete Mueller als Anwalt im US-Justizministerium die Ermittlungen zu dem Anschlag. Bei der Bombenexplosion an Bord einer Pan-Am-Maschine über Lockerbie kamen im Dezember 1988 insgesamt 259 Flugzeuginsassen - darunter viele US-Bürger - und elf Bewohner der schottischen Ortschaft ums Leben. Der Libyer Megrahi wurde 1999 von seinem Heimatland an die Niederlande überstellt, wo der Lockerbie-Prozess nach schottischen Recht stattfand. Er wurde 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Justizminister MacAskill hatte für die Freilassung humanitäre Gründe genannt: Der 57-Jährige habe Prostatakrebs und nach Diagnose der Ärzte nur noch wenige Monate zu leben. (APA/AP)

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