Anzeige gegen Jungwirth

22. August 2009, 13:50
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ÖOC zeigt Ex-Generalsekretär wegen der Weigerung seine Abfertigung zurückzuzahlen an

Wien - Das Österreichische Olympische Komitee ÖOC wird seinen ehemaligen Generalsekretär Heinz Jungwirth laut übereinstimmenden Medienberichten vom Samstag wegen der Weigerung, seine Abfertigung zurückzuzahlen, anzeigen. Jungwirth, der Ende Februar nach 26 Jahren in der ÖOC-Führung zurückgetreten war, habe eine am Mittwoch zu Ende gegangene Frist zur Rückerstattung der ausbezahlten Abfertigung verstreichen lassen. Es soll sich dabei um eine Summe von 120.000 Euro (laut "Salzburger Nachrichten") bzw. 180.000 ("Kronen Zeitung") handeln.

72.000 Euro an Schadenswiedergutmachung für zu Unrecht beanspruchte Fahrzeuge, Mobiltelefone und Flugkontingente habe Jungwirth hingegen refundiert, berichteten die Salzburger Nachrichten weiter. Neben der Causa Jungwirth stehe auch die mögliche Absetzung der Kassiere Gottfried Forsthuber und Gerhard Hofbauer, da ihnen "ein Versagen in der Kontrolle vorgeworfen" wird, auf der Agenda einer ÖOC-Vorstandssitzung am 31. August. Das ÖOC war für die APA am Samstag zur Bestätigung dieser Berichte vorerst nicht erreichbar.

Jungwirth steht im Verdacht, in finanzielle Ungereimheiten im Zusammenhang mit der gescheiterten Olympia-Bewerbung Salzburgs für die Winterspiele 2014 verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt wegen Untreue im Zusammenhang mit der Salzburg-Bewerbung gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Salzburger Winterspiele GmbH, Fedor Radmann, und dessen zwei Nachfolger Gernot Leitner und Rudolf Höller, sowie gegen Olympia-Strategieberater Erwin Roth und Jungwirth. (APA)

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