Datenschutz: Schärfere Regeln gefordert

22. August 2009, 12:03
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Ministerin Aigner: "Suchmaschinen sollten auf Netzwerke keinen Zugriff haben"

Die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar haben von der Internetwirtschaft einen besseren Schutz persönlicher Daten im Netz verlangt. "Ich fordere die Betreiber auf, Möglichkeiten zur Selektion einzurichten, damit jeder Nutzer frei entscheiden kann, wem er seine Daten zugänglich machen will", sagte Aigner der "Berliner Zeitung" zufolge. Die Rechte etwa an Privatfotos dürften nicht auf den Anbieter übergehen, sobald man sie ins Internet stellt.

Die CSU-Politikerin forderte weiter: "Suchmaschinen sollten außerdem auf die Netzwerke keinen Zugriff haben." Auch dürften Löschungen der Nutzer nicht umgangen werden. "Da gibt es bei einigen Anbietern noch viel Handlungsbedarf", zitierte das Blatt die Ministerin.

Rückenwind

Auch der Datenschutzbeauftragte Schaar verlangte restriktivere Regeln: "Die Betreiber von Internetnetzwerken fordere ich auf, ihre Datenschutzeinstellungen zu verbessern", sagte er der Zeitung zufolge. Nutzer müssten von vornherein die Möglichkeit haben, ihre Informationen nur einem engen und selbst gewählten Personenkreis zukommen zu lassen. Die Betreiber sollten außerdem die Verwendung von Pseudonymen ermöglichen. (APA/AP)

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