Unternehmer fordern Einlenken der Putschisten

23. August 2009, 19:41

Unternehmerrat Lateinamerikas für Vermittlungsplan von Oscar Arias

Tegucigalpa - Zum ersten Mal hat eine einflussreiche Unternehmergruppe in Honduras die Putsch-Regierung indirekt aufgefordert, im Machtkampf mit dem gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya einzulenken. Der Unternehmerrat Lateinamerikas sprach sich am Donnerstag in Tegucigalpa dafür aus, dem Vermittlungsplan des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias zuzustimmen, um eine Lösung des festgefahrenen Konfliktes zu suchen. Interims-Präsident Roberto Micheletti lehnt den "Plan von San Jose" bisher ab, weil er die darin vorgesehene vorübergehende Rückkehr Zelayas an die Macht nicht akzeptieren will.

Die Unternehmer forderten jetzt, die Regierung solle den Prozess des Dialoges im Rahmen des Vermittlungsplanes von Arias fortsetzen. Neben der Bildung der Regierung mit allen politischen Kräften ist darin vorgesehen, dass Zelaya vorerst keine Verfassungsreform anstreben darf, die eine Wiederwahl des Präsidenten ermöglichen würde. Zelaya war von politischen Gegnern unter Mitwirkung der Streitkräfte gestürzt und außer Landes gebracht worden, nachdem er trotz einer gegenteiligen Entscheidung des Obersten Gerichts an einer Volksbefragung über ein Referendum über die Einsetzung einer Verfassungsversammlung festgehalten hatte. (APA/dpa)

Johannes Morla
 
00
23.8.2009, 19:37
Die Putschisten sind bald am Ende.

Bald sind sie verjagt, die Putschisten.
Hoffentlich wird auch dem katholische Kardinal, der dem Staatsstreich seine Segen gegeben hat, der Sessel heiß gemacht. Wahrscheinlich aber nicht, denn die katholische Kirche versteht es, alles "auszusitzen" mittels salbungsvoller Reden, selbst den Vorwurf des Kindesmissbrauchs, wie gerade bei uns ein Beispiel aus der Vergangenheit zeigt.
Aber die auch schon in Lateinamerika vorhandene Austrittswelle aus der kathol. Kirche wird sich auch in Honduras verstärken.

Efendi
01
22.8.2009, 05:36
Die Sanktionen beginnen zu beißen!

wider den rechten Kanaillen
02
22.8.2009, 15:04
80% des Handels von Honduras läuft über die USA.

Wenn die USA den Handel nicht beschränken (und das tun sie nicht), tut es nur einer Minderheit weh.

Wenn die USA den Handel aussetzen, bricht die Militärdiktatur sofort zusammen.

Das wissen auch die USA.

Fritz094
 
00
22.8.2009, 00:12
O Tempora O Mores

Auch mal was neues. Seit wann stellen sich Unternehmerverbände auf die Seiten der Unterdrückten - immerhin ist Zelaya ein durchaus linksgerichteter Politiker.

Auf jeden Fall ein weiterer Schritt in Richtung Wiederherstellung der Demokratie und voll und ganz zu begrüssen.

Panter
00
22.8.2009, 15:27
!

Der Arias Plan hat nichts, was den Putschisten wirklich weh tun würde,also ist nur dafür da die Macht der Oligarchie zu erhalten.
Was sollten Unternehmer dagegen haben,sie haben eher Angst das eine erstarkende Volksbewegung irgendwann richtig ernst macht.
Umso länger die Radikalisierung im Kampf gegen den Putsch läuft ,umso klarer und gegen die "Unterehmer" gerichtet werden die Forderungen sein.

Warentester
00
22.8.2009, 14:33

"Seit wann stellen sich Unternehmerverbände auf die Seiten der Unterdrückten - immerhin ist Zelaya ein durchaus linksgerichteter Politiker."

Seit Ihnen die Wiedereinsetzung des linksgerichteten Politikers finanziell mehr bringt (weil dann die Wirtschaftssanktionen wegfallen), als die weitere Unterstützung des Putschistenregimes.

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