Ranghoher Richter wegen Korruptionsvorwurfs entlassen

21. August 2009, 23:26
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Polizeichefs sollen kriminelle Banden geschützt haben

Peking - Wegen Korruptionsvorwürfen ist in China einer der Richter am Obersten Volksgerichtshof entlassen worden. Huang Songyou, einer der Vizepräsidenten des Gerichts, habe sein Amt bereits im vergangenen Oktober verloren, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Außerdem wurde er aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Xinhua zufolge war es das erste Mal, dass ein ranghoher Jurist aufgrund von mutmaßlichem Fehlverhalten entlassen wurde.

Huang habe seinen Posten missbraucht und Bestechungsgelder angenommen, heißt es in dem Bericht. Eine Summe oder mögliche Gegenleistungen des 51-Jährigen wurden nicht genannt.

In der Stadt Chongquing im Südwesten Chinas wurden unterdessen sechs Polizeichefs festgenommen, die kriminelle Banden geschützt haben sollen. Sie seien regelrechte Schutzschirme für die Gangs gewesen, denen der Betrieb illegaler Casinos, Erpressung und Kreditwucher vorgeworfen werden, berichtete die Zeitung "China Daily" am Freitag. Außerdem seien zwischen 30 und 40 einfache Beamte wegen Verbrechen oder Unterstützung von Banden festgesetzt worden, schrieb das Blatt unter Berufung auf Polizeikreise. (APA/AP)

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