"Für mich ist es unglaublich"

23. August 2009, 22:17
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STURM - AUSTRIA

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben die Austria 90 Minuten klar beherrscht. Für mich ist es unglaublich, dass die Austria so ein Spiel gewinnen kann. Wenn Herr Daxbacher analysiert, dass wir keinen guten Tag hatten, war ich auf dem falschen Spiel. Im Abschluss haben mangelnde Qualität, mangelnde Abgeklärtheit, mangelnde Routine gefehlt. Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken und uns auf Donnerstag konzentrieren. Wenn man da die Chancen nutzt, dann ist alles möglich."

Daniel Beichler (Sturm-Stürmer): "Austria hat überhaupt keinen Plan, warum sie heute gewonnen hat. Wenn sie nur einen Punkt geholt hätten, hätten sie auch nicht gewusst, warum. Wir sind natürlich sehr frustriert. Ihr Tormann war überragend, für mich ist das aber trotzdem unerklärlich. Wir hätten das Spiel 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen."

Karl Daxbacher (Austria-Coach): "Wir haben gekämpft, aber gespielt haben wir nicht sehr gut. Wir haben viele Ballfehler gemacht, den Ball zu schnell verloren. Zeitweise waren es Fehlpassorgien. Ich hatte das Gefühl, dass Sturm keinen besonderen Tag hat. Aber wir haben das überhaupt nicht nutzen können. Wir haben das Glück gehabt, dass wir die drei Punkte mitnehmen können."

Szabolcs Safar (Austria-Torhüter): "Es war heute wichtig, zu Null zu spielen. Das war die einzige Möglichkeit, Punkte mitzunehmen. Ich hoffe, Donnerstag können wir weiter Selbstvertrauen tanken. Es war ein glücklicher Sieg. Sturm hat viele Chancen gehabt, aber Gott sei Dank keine genutzt."

RAPID - LASK

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Es war schwierig, die Mannschaft auf das heutige Spiel hinzubringen. Die Mannschaft hat die erste Hälfte sensationell bewältigt. Soma hat ein geglücktes Debüt gefeiert, er war umsichtig, hat ein gutes Kopfballspiel in der Luft und beherrscht auch den langen Pass. Jetzt können wir uns in Ruhe auf das Donnerstagspiel (gegen Aston Villa) vorbereiten."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir haben einen ganz guten Lauf. Wir haben sehr souverän gespielt, vor allem in der ersten Hälfte, da haben wir schon alles klargemacht. Das war wichtig, wir haben am Donnerstag ein anstrengendes Spiel gehabt, und am kommenden Donnerstag wird es auch nicht einfacher. Wenn ich ein Kopfballtor mache, ist das ungewöhnlich."

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Das Lauf-, Pass- und Zweikampfspiel hat nicht gepasst. Auch die Leidenschaft und das Engagement haben gefehlt. Dann kommt so was raus. Wir wollten Rapid unter Druck setzen, waren dann nach unserer ersten Chance komplett von der Rolle. Gegen Rapid kann man verlieren. Es war eine Halbzeit, die wir hoffentlich schnell vergessen werden."

Roman Wallner (LASK-Kapitän): "Ich hätte es mir anders vorgestellt, bin enttäuscht. In der ersten Hälfte hätten wir das 1:0 machen müssen, danach haben wir uns überrollen lassen. Rapid hat sich dann in einen Rausch gespielt, jeder Angriff war fast ein Tor. Die zweite Hälfte war nicht so schlecht, aber im Endeffekt war es trotzdem zu wenig."

KAPFENBERG - MATTERSBURG

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Das ist eine bittere Niederlage. Mattersburg ist jetzt der zweite Gegner, der nicht weiß, warum er gegen uns gewonnen hat. Aber die Mannschaft hat Willen und Einsatz gezeigt. Über 90 Minuten waren wir in kämpferischer Hinsicht überlegen. Mattersburg-Torhüter Bliem hat heute sensationell gehalten. Die Situation ist schwierig, aber wir müssen weiter hart arbeiten."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Ich bin glücklich über die drei Punkte. Wir haben gewusst, dass Kapfenberg ein heißer Boden ist. Meine Mannschaft hat heute Moral und Einsatz gezeigt. Wie wir gewonnen haben, ist im Endeffekt egal."

Cem Atan (Mattersburg-Torschütze): "Wir haben uns auf dieses Sechs-Punkte-Spiel gut vorbereitet. Wir wollten uns für das Cup-Aus rehabilitieren, die drei Punkte waren wichtig um wieder von unten hinaufzukommen. Schon bevor ich den Freistoß geschossen habe, habe ich gewusst, dass der Ball drinnen ist."

Zu seinen Zukunftsplanungen: "Ich bleibe jetzt in Mattersburg und will mich da steigern und wieder der alte Atan werden. Ich werde bis nächstes Jahr Gas geben und dann wird es nicht die Türkei sein, sondern England, Italien oder Spanien."

Ilco Naumoski: "Mattersburg wird noch viel Freude mit mir haben. Wichtig war für mich, dass mich der Trainer gewollt hat", erklärte Ilco Naumoski am Sonntag nach dem knappen 1:0-Sieg in Kapfenberg. Der 26-jährige Stürmer hatte dabei erst sein zweites Pflichtspiel - nach einem Länderspiel mit Mazedonien gegen Spanien - in den vergangenen drei Monaten absolviert. "Dafür war ich zufrieden", sagte Naumoski, der sich in den vergangenen sieben Wochen bei den Burgenländern fitgehalten, aber kein Vorbereitungsspiel bestritten hatte.

NEUSTADT - SALZBURG

Helmut Kraft (Trainer Wr. Neustadt): "Wenn Viana das 2:0 macht, wären wir dem Sieg sehr nahe gewesen. Salzburg hat in der zweiten Spielhälfte einige Chancen gehabt, am Ende hatten wir dann wieder die besseren Möglichkeiten. Bei zweifelhaften Entscheidungen sind meiner Meinung nach das ganze Spiel immer die Salzburger bevorzugt worden."

Huub Stevens (Trainer Salzburg): "Wenn man so schnell in Rückstand gerät, ist es schwierig. Aber wenn ich sehe, wie wir weiter gespielt haben, hätten wir ein zweites oder drittes Tor machen müssen. Aber ich kann nur ein Kompliment aussprechen für die Jungs, bei dem Rückstand und den schwierigen Verhältnissen wieder zurückzufinden. Ich bin nicht zufrieden, ich hätte gerne gewonnen. Aber man muss auch gucken, wie ein Spiel läuft, dann kann man mit diesem Punkt leben."

KÄRNTEN - RIED

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Ich kann nicht zufrieden sein, denn wir wollten gewinnen. Aber wenn man die Gesamtsituation anschaut, dann muss man auch einmal mit einem Punkt leben können. Wir müssen Step by Step arbeiten. Um nicht abzusteigen, musst du zunächst einmal zu null spielen können. Und das haben wir heute geschafft. Wir müssem von unten wegkommen."

Heinz Weber (Kärnten-Tormann): "Leider ist es nur ein Punkt geworden, am liebsten wären mir natürlich drei gewesen. Wir haben in den meisten bisherigen Spielen gut gespielt, heute sind wir endlich ein bisschen belohnt worden. Die erste Punkteprämie kommt aufs Sparbuch."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Beide Vereine kochen mit Wasser. Vor der Pause gab es eine Pattstellung. Nach dem Wechsel waren wir bis zur 60. Minute klar überlegen. Mit dem Drechsel-Schuss an die Stange haben wir Kärnten munter gemacht, danach sind wir nicht mehr zu vielen Chancen gekommen. Offensiv haben wir nur das anzubieten, mehr nicht. Aber ein 'Körndl' ist ein 'Körndl'."

Thomas Burgstaller (Ried-Verteidiger): "Wir müssen zufrieden sein. Ich weiß nicht, was in manchen Köpfen bei uns los ist. Einige von uns haben auswärts ein bisschen die Hose voll. Manche laufen vor dem Ball weg. Am Schluss hatte ich den Eindruck, dass wir ein bisschen k.o. waren. Da ist einiges auf uns zugekommen. Wir sagen immer, dass wir auswärts wie zu Hause spielen wollen. Aber wirklich Fruchtbares nach vorne ist auch heute nicht rausgekommen."

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