Anwalt erwartet Ermittlungen gegen Polizei

21. August 2009, 16:34
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Rene Haumer zuversichtlich, dass alle fünf Beschuldigten freigesprochen werden - Unabhängiger Verwaltungssenat tagt am Montag

Rene Haumer, der Anwalt jenes 18-Jährigen Steirers, dem vorgeworfen wurde, bei einer Demonstration am 1. Mai in Linz Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet zu haben, und der deshalb am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 360 Euro verurteilt wurde (derStandard.at berichtete), ist zuversichtlich, dass das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben wird. Er hat Berufung eingelegt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die von den Polizisten geschilderte Version der Vorkommnisse sei "eigenartig" und könne so gar nicht stimmen, sagt Haumer im Gespräch mit derStandard.at. Videos würden belegen, "dass es so nicht gewesen sein kann".

Haumer vertritt auch die anderen vier Personen, die am 1. Mai in Linz festgenommen wurden. Zwei seiner Mandanten wurden bereits freigesprochen, eine weitere Verhandlung vertagt. Mit Spannung wird noch der Prozess seines prominentesten Mandanten Rainer Zendron, Vize-Rektor der Kunst-Uni Linz, erwartet. Auch ihm wird vorgeworfen, beim Maiaufmarsch der KPÖ in Linz Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet zu haben. Aber auch hier ist Haumer zuversichtlich, dass es zu einem Freispruch kommt.

Sachverhaltsdarstellungen gegen Polizisten

Haumer erwartet zudem, dass es Ermittlungen gegen die Polizei geben wird. Gemeinsam mit seinen Mandanten bereitet er Sachverhaltsdarstellungen gegen einzelne Polizisten vor.

Außerdem berichtet Haumer, werde der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) des Landes Oberösterreich am Montag tagen, um den gesamten Geschehensablauf zu untersuchen. Dabei werden neben ihm als Vertreter der Beschwerdeführung auch Vertreter der Polizei anwesend sein. Es wurden mehrere Beschwerden beim UVS eingebracht. Die komplette Amtshandlung der Polizisten wird dabei in Frage gestellt. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 21.8.2009)

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