"Es gibt kein Paradies auf Erden"

21. August 2009, 17:05
  • Artikelbild

    Reinhard Marx ist derzeit der meistinterviewte Bischof Deutschlands. Gründe: Sein Nachname und der Titel seines Buches ("Das Kapital").

Reinhard Marx, Bischof von Mün­chen-Freising und Buchautor, über die Gier im Menschen, die Schuld der Banker und den Vorteil der Katholiken gegenüber Marxisten

Reinhard Marx, Bischof von München-Freising und Buchautor, über die Gier im Menschen, die Schuld der Banker und den Vorteil der Katholiken gegenüber den Marxisten. Nachgefragt hat Leo Szemeliker.

***

DER STANDARD: Es gibt Anzeichen für das bevorstehende Ende der Wirtschaftskrise. Hat sie lange genug gedauert?

Marx: Ich hoffe, dass diese Krise ein Lernort ist. Viele, die dem Geschäft näher sind als ich, fragen sich zu Recht, ob wirklich alle das volle Ausmaß begriffen haben. Ich glaube nicht, dass die Krise schon vorbei ist, schon gar nicht auf dem Arbeitsmarkt. Offen ist auch, ob die G20-Staaten im Herbst bei der Finanzaufsicht wirklich zu einem Ergebnis kommen.

DER STANDARD: Haben Sie zumindest das Gefühl, dass sich etwas bewegt?

Marx: Es bewegt sich etwas - leider in beide Richtungen. Die einen sagen, man könne nicht einfach so weiter machen als sei nichts gewesen. Dagegen wissen die anderen noch sehr genau, dass in den vergangenen Jahren mit wilden Spekulationen sehr viel Geld verdient worden ist. Daraus entstanden falsche Leitbilder für viele Nachwuchsmanager, die immer noch in den Köpfen herumspuken. Soweit ist die Gefahr gegeben, dass - salopp gesagt - das "Imperium zurückschlägt".

DER STANDARD: Bei Marx, Karl wohlgemerkt, heißt es, dass Krisen dem Kapitalismus systemimmanent sind. Jede Krise der vergangene 200 Jahre lief im Prinzip gleich ab. Sind wir dazu verdammt, immer wieder den gleichen Unsinn zu machen?

Marx: Der Mensch ist grundsätzlich zur Vernunft und zum Lernen fähig. Wir befinden uns ja nicht in einem physikalischen Experiment, sondern in einer Interaktion von Menschen. Natürlich gibt es Vergleichbarkeiten, aber eine Situation wie 1929 ist nicht so einfach auf heute übertragbar. Oder denken Sie an die je spezielle Situation Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Wiedervereinigung. Das konnte keiner vorausberechnen.

DER STANDARD: Noch einmal zur Anfangsfrage: War diese Krise tiefgehend genug, dass die Menschen sich oder ihre Umstände wirklich ändern wollen?

Marx: Es haben sich Rahmenbedingungen geändert. Es ist die Erfahrung gemacht worden, dass der Staat die Banken retten musste - das wird nicht so schnell vergessen werden. Bestimmte politische Konzepte, die unter dem historisch falschen Synonym Neoliberalismus laufen, sind sehr stark unter Druck gekommen. Wie das zu Vertiefung und Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft führen kann, ist noch offen. Es ist ein politischer und gesellschaftlicher Kampf, der unseren vollen Einsatz verlangt. Von selber setzt sich eine Verbesserung nicht durch.

DER STANDARD: Ist uns die Gier, das rücksichtslose Gewinnstreben, angeboren?

Marx: Sie ist im Menschen drinnen. Aber sie ist nicht das Ganze des Menschen. Ich habe ein positives Menschenbild. Aber die Erfahrung der sozialen Marktwirtschaft und der Katholischen Soziallehre ist auch: Wir brauchen Rahmenbedingungen, um das, was im Menschen zum Negativen geht, zu begrenzen, Institutionen, die es ermöglichen, ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aufzubauen, das an Gemeinwohl und Gerechtigkeit orientiert ist. Ein System, in dem das Ganze mehr ist als nur die Summe der Einzelteile. Da ist, wenn Sie so wollen, der alte Aristoteles.

DER STANDARD: Und auch Benedikt XVI., wenn ich die Exegeten der jüngsten Papst-Enzyklika richtig verstanden habe. Glauben Sie, dass Papstworte oder alte Griechen in den obersten Etagen der Banken oder in Parteizentralen gelesen werden?

Marx: Tja, der eine oder andere wird sich schon damit beschäftigen. Eine Enzyklika ist aber keine politische Agenda. Die katholische Soziallehre besteht aus drei Säulen: Erstens dem Lehramt, wo auch mit einer Enzyklika Prinzipien klargestellt werden. Die zweite Säule sind die Sozialwissenschaften an den Fakultäten. Die dritte Säule, vielleicht die wichtigste, ist die soziale Bewegung in Parteien, Verbänden, Gewerkschaften und Gruppen. Wenn ich nur das Lehramt sehe, greife ich zu kurz. Als Christen, als Katholiken, müssen wir auch stark politisch engagiert sein.

DER STANDARD: Die Kirche sollte sich mehr in die Politik einmischen?

Marx: Ein Bischof darf selbstverständlich nicht Politiker sein, aber er muss zum gesellschaftlichen Einsatz ermuntern. Dieses soziale und politische Engagement der Katholiken hat übrigens in Deutschland eine lange Tradition. Heute haben wir eine offene Gesellschaft und auch eine Pluralität der Katholiken, aber auf die katholische Soziallehre müssen sich alle Katholiken beziehen. Man kann etwa als Politiker nicht katholisch sein, und sagen, das interessiert mich nicht.

DER STANDARD: Es heißt, Sie analysieren hervorragend, bleiben aber Lösungen schuldig.

Marx: Man kann nicht von Bischöfen erwarten, dass sie Referentenentwürfe für Parteiprogramme liefern. Dann würden viele ja wieder sagen: Soll die Kirche jetzt die Politik ersetzen? Aber wir beteiligen uns, weisen auf Probleme hin. So haben die Bischöfe in Deutschland ein wissenschaftliches Gutachten machen lassen, wie man Erziehungszeiten bei der Rentenversicherung besser anerkennen kann. Dafür haben wir ein bischöfliches Vorwort verfasst, in dem wir sagen: Die Richtung stimmt. Bitte, diskutiert mal darüber. So weit kann und muss die Kirche gehen.

DER STANDARD: Manche halten der Kirche vor, sie sei zu betulich. Ein moderner Abraham a Santa Clara sollte es den Managern deftiger reinsagen, heißt es mitunter. Warum gibt es den nicht?

Marx: In den Predigten darf man, muss man schon mal deutlicher werden. Auch habe ich in meinem Buch einen Stil gewählt, in dem die eigene Empörung schon zum Ausdruck kommt. Aber rational argumentieren sollte man doch in jedem Fall, auch und gerade wenn man in einem politische Disput sagen muss: So geht's nicht weiter!

DER STANDARD: Was darf nun nicht "so" weiter gehen?

Marx: Dass alle zum Beispiel erwartet haben: Nicht drei Prozent Rendite für mein Geld, sondern acht, neun, zehn Prozent will ich haben. Die Banken haben es versprochen, die Menschen haben es ihnen geglaubt. Dabei konnten so hohe Renditen langfristig noch nie gehalten werden.

DER STANDARD: Ihre Antwort darauf?

Marx: Das Bankwesen basiert auf einem Vertrauensverhältnis. Der Anlageberater sollte den Kunden auf dessen Wohl hin beraten, und nicht darauf schielen, wie er selbst die höchsten Provisionen aus dem Geschäft ziehen kann!

DER STANDARD: Glauben Sie, wird dieses Diktat der Wirtschaft über alle anderen Lebensbereiche aufrecht erhalten bleiben?

Marx: Ich hoffe, dass diesbezüglich eine anhaltende Ernüchterung eingetreten ist. Der Markt ist ein wunderbares Instrument, notwendig, keine Frage. Aber nicht alles ist über Märkte verhandelbar. Auch der Staat, die Institutionen, der Einzelne haben außerordentliche Bedeutung, wenn sich das Ganze am Gemeinwohl orientieren soll.

DER STANDARD: Sie sind also nach wie vor der Auffassung, dass Karl Marx mit seinen Schlussfolgerungen vom unvermeidlichen Untergang des Kapitalismus auch längerfristig nicht Recht haben wird?

Marx: Recht hat er sowieso nicht! Es ist ihm aber zuletzt wieder vermehrt zugetraut worden, dass er Recht haben könnte. Aber ich weiß natürlich nicht, was die Geschichte noch bringt. Überlegen Sie sich mal, was das 20. Jahrhundert an entsetzlichen Katastrophen, an Zivilisationsbrüchen gebracht hat. Für einen Bischof am Beginn des Jahrhunderts wäre das völlig unvorstellbar gewesen. So weiß auch ich nicht, ob im 21. Jahrhundert etwa der Clash of Civilizations kommt, noch kann ich abschätzen, wie töricht und unvernünftig Menschen sein können. Aber ich arbeite dafür, dass das nicht passiert.

DER STANDARD: Kritiker, vor allem aus dem linken Spektrum, werfen der Katholischen Soziallehre vor, Ungerechtigkeiten im System zwar zu verbessern, aber nicht beseitigen zu wollen, und so Verteilungsungerechtigkeiten einzuzementieren.

Marx. Die Soziallehre geht einen Reformweg, um den Kapitalismus zu zähmen. Aber nicht, indem wir fordern: Setzen wir stattdessen den Sozialismus ein. Gegen das Privateigentum zu kämpfen wäre auch gegen das christliche Menschenbild. Wir als Christen wissen, dass es die ideale Gesellschaft nicht geben kann. Es gibt kein Paradies auf Erden. Da sind wir nüchterner als die Marxisten, die meinen, sie könnten einen neuen Menschen und eine ideale Gesellschaftsordnung erschaffen. Dieser Versuch ist im vergangenen Jahrhundert kläglich gescheitert.

DER STANDARD: Das heißt, die Kirche ist realitätsnäher, als man ihr gemeinhin nachsagt?

Marx: Allemal. Weil wir ein realistisches Menschenbild haben. Alle Bewegungen, die sich vom Glauben entfernt haben, auch Faschismus und Nationalsozialismus, wollten den neuen Menschen schaffen und sind dabei über Leichen gegangen. Ich will nicht Karl Marx unterstellen, dass er Stalin schon im Kopf gehabt hatte. Aber totalitär waren bei ihm Denken und Sprache schon.

DER STANDARD: Aber braucht es nicht gerade in der Krise kreative Utopisten?

Marx: Max Weber hat in seinem berühmten Wort vom "Bohren dicker Bretter" gesprochen. Aber er hat sinngemäß dazu gefügt: Man braucht auch die großen Ideen. Die Kombination macht es aus.

DER STANDARD: Sie gelten in theologischen Fragen als Konservativer. Wie passt das zu Ihrem gesellschaftspolitischen Pragmatismus?

Marx: Eine Glaubensgemeinschaft muss sich immer wieder ihres Profils vergewissern. Sie muss widerständig sein und manchmal entschleunigen - es war und ist gut, dass die Kirche nicht alle Moden mitmacht. Der Auftrag der Bischöfe ist es, den Glauben zu bewahren. So ist die Kirche in ihrer Art eher beharrend. Das klingt in den Ohren mancher vielleicht konservativ. Aber was die Kirche glaubt, ist nicht beliebig, ist nicht ein: Wie hätten Sie es denn gern? Die Kirche wird noch in tausend Jahren an den zehn Geboten festhalten und sagen, dass Ehebruch verboten ist. Ist das etwa konservativ?

DER STANDARD: In manchen sozialpolitischen Fragen könnte die Kirche als links durchgehen.

Marx: Ich habe früher als Lehrer oft einen Test gemacht und einen Abschnitt aus einer Enzyklika vorgelesen und raten lassen, wer das geschrieben habe. Die meisten waren der Meinung: Das ist ja links! Ich glaube nicht, dass man die Soziallehre der Kirche in ein Links-Rechts-Schema, in die Schubladen progressiv oder konservativ einordnen kann.

DER STANDARD: Noch einmal zurück zum Stichwort konservativ, wenn auch in einem anderen Kontext: Wie konservativ veranlagt ist eigentlich das Erzbistum, dem sie vorstehen?

Marx: Wir müssen natürlich auch Geld anlegen, etwa für die Pensionskasse für unsere vielen Mitarbeiter, das sind große Summen. Wir handeln dabei konservativ, nachhaltig, auch nach ethischen Kriterien. So bewegten sich unsere Verluste in der Krise in einem vertretbaren Rahmen - die Abschreibungen im Jahr 2008 lagen deutlich unter einem Prozent.

DER STANDARD: In Österreich hat die Kirche indirekt über eine Bank Beteiligungen an den Casinos Austria. Was sagen Sie dazu?

Marx: Zu Österreich will ich mich nun nicht äußern.

DER STANDARD: Würden Sie ein Spielbanken-Investment dem Erzbistum München-Freising nahelegen?

Marx: Wohl kaum.

(Langfassung des Interviews; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22./23.8.2009)

Zur Person

Erzbischof Reinhard Marx (55) ist kein Nachfahre von Karl Marx (1818- 1883). In seiner Heimat Westfalen ist Marx ein häufiger Name - der Kirchenmann leitet ihn vom Evangelisten Markus her. Marx wurde 1996 von Papst Johannes Paul II. zum jüngsten Bischof Deutschlands ernannt. Er wechselte 2001 von Paderborn als Oberhirte nach Trier (auch Heimatstadt des Mitverfassers des "Kommunistischen Manifests" und Kirchengegners Karl Marx).

Seit Beginn 2008 steht Reinhard Marx dem bedeutenden Erzbistum München-Freising (1,8 Mio. Katholiken) vor (wie bis 1982 der jetzige Papst Benedikt als Kardinal Joseph Ratzinger). Marx' zum Ausbruch der Wirtschaftskrise erschienenes Buch lehnt sich im Titel an das Hauptwerk des Namensvetters an: "Das Kapital". Es verkaufte sich 80.000 Mal und wurde ins Italienische und Polnische übersetzt. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 221
1 2 3 4 5
koschka
00
27.8.2009, 08:55
Es gibt kein Paradies auf Erden

und den Himmel des Bischofs gibt es auch nicht.

Also machen wir hier das beste daraus und lassen uns nicht von Kirche und Staat mit einer lächerlichen Zukunftsvorhersage auf "später" vertrösten.

Gott ist da für die da die sich ohne die Imagination eines starken Mannes zu alleine und schwach fühlen. Die Stärkeren brauchen keine Krücke beim Gang durchs Leben und schon gar keine kat. Kirche.

nvdm1
01
26.8.2009, 18:29

keiner ist krimineller und gieriger als die katholische Kirche!
Marx sollt im eigenen Keller kehren...

agarthianer
00
23.8.2009, 15:19
Gier & Bankster : Dubai zurzeit .............

http://www.initiative.cc/Artikel/2... _dubai.htm

Kilian Hupka
03
23.8.2009, 09:07
"es gibt kein paradies auf erden" !

Ja! solange, bis die menschheit sich ALLER RELIGIONEN entledigt...

die einschüchterung, verängstigung,manipulation, machtansprüche über die gläubigen menschen durch die religionen/kirchen - darin besteht die gefahr.... SEKTENBILDUNG, des FUNAMENTALISMUS (zb.:OPUS DEI) solch religöse FANATKER die im namen eines GOTTES handeln sind erkenn/u. durchschaubar!

so auch dieser bischof!


der LANDSTREICHER

Jürgen Rembremerding
00
23.8.2009, 15:02
"Erzbischof", bitte!

ursus maritimus
11
23.8.2009, 04:11
Werter Herr Bischof!

Vor 142 Jahren erschien der erste Band von Karl Marx´ "Kapital". Vor 161 Jahren erschien das "Manifest der Kommunistischen Partei", und diese Ideen haben sich bislang nicht durchgesetzt bzw. bislang versagt.
Das ist keine sonderlich lange Zeit, wenn man als Vergleich das Christentum heran zieht.
Das Christentum hatte schon rund 2000 Jahre Zeit, und hat noch immer nicht seine menschliche Seite gezeigt, sondern baut immer noch auf die Verdammung grundsätzlich menschlicher - und aus Ihrer Sicht wohl gottgegebener - Eigenschaften. Und was an Gutem im Christentum passiert(e), wurde von sogenannten Ketzern erzwungen.

Welche Idee hat da wohl mehr versagt?

Heavyweather
00
23.8.2009, 01:54

Die sollen ruhig Geld verdienen...
Es kommt nur darauf an wie man es verdient un wie man es wieder ausgibt.
Mit Waffenhandel und dann der Kirche sein Zehent zollen ist sicher ok...

helge schneider
27
22.8.2009, 22:48
"Es gibt kein Paradies auf Erden"

ich finde schon. der hr. hat wohl noch nicht so viel von der welt und ihren frauen gesehen, sonst wuerde er anders denken.
und ein guter rum kann auch was.

Ich bin wirsch, gezogen und gehobelt.
 
00
22.8.2009, 23:52

Und was wäre dann das Paradies für die Frauen? Gut, Rum trinken sie auch ...

wenn ich einen see seh, brauche ich kein meer mehr.
07
22.8.2009, 22:44

Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.
(Papst Pius XII.)

Piefke in Tirol
00
24.8.2009, 16:53
Wenn Sie schon zitieren, dann zitieren Sie auch richtig:

Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg der Vernunft.

Sie Heuchler!

Übrigens: Die Standard Zensur ist ärgerlich!
 
00
25.8.2009, 11:40
gibt es für ihr zitat eine quelle, piefke, - oder ists nur eine plumpe fälschung?

Piefke in Tirol
00
25.8.2009, 18:15
Wer suchet, der findet! ;-))

Übrigens: Die Standard Zensur ist ärgerlich!
 
00
25.8.2009, 20:14
also doch eine fälschung, - wie gewöhnlich!

Piefke in Tirol
00
28.8.2009, 12:11
Zu faul zum Suchen? Ich hoffe Sie zweifeln nicht an der Unabhängigkeit der Seite!

http://www.zitate24.de/zitat1954.php

Hossam Hassan
22
22.8.2009, 21:45
Abraham a Sancta Clara hätte es den Managern wohl richtig reingesagt

Blöd nur, dass der historische Abraham a Sancta Clara vor allem ein rabiater Antisemit gewesen ist, der die Wirtschaftskrise vor allem als jüdische Verschwörung gedeutet hätte.
Aber vielleicht versteckt sich hinter so einer Interviewfrage auch schon eine Antwort.

Chien de Pique
00
23.8.2009, 15:57
Antijudaismus wäre

wohl der korrektere Ausdruck in diesem Zusammenhang.

Hossam Hassan
00
23.8.2009, 20:16
Nein, wäre er nicht

AntiFa201
31
22.8.2009, 21:27
"über die Gier im Menschen"

der meint wohl die gier des weissen europäischstämmigen menschen. nach dem ende der kolonialzeit ging es nun darum alle anderen menschen mit ihrer gier anzustecken, sie zu überzeugen ebenso gierig zu werden da diese gier ein "besseres" leben bringt..blabla. der kapitalismus und die globalisierung sind eine erfindung des weissen mannes. das alte china war lange vor dem westen eine seemacht und fähig die damals bekannte welt zu kolonialisieren (und amerika zu entdecken), hat es aber nicht getan... aber der gierige westen hat es geschafft die meisten nationen zum kapitalismus zu überzeugen. wer nicht mitspielt (kuba) der wird sanktioniert und schlecht geredet.

Quintus Beckloeffel
00
23.8.2009, 07:34

Zu viel Rousseau gelesen?

her wig
11
23.8.2009, 00:49

Na na, tun's nicht so selbstherrlich schreiben. Der Dschingis Khan z.B. war weder weiss noch Sängerknabe, und die Geschichten über die mittel- und südamerikanischen Indianerkulturen sind auch nicht ohne...

AntiFa201
20
23.8.2009, 11:00

einige mittelamerikanische indianerkulturen hatten zwar grausame rituale aber sie waren keine eroberer und keine gierigen kapitalisten. sie waren nicht gierig nach imme rmehr, sie haben städte für alle menschen und zum wohl aller menschen gebaut (mit ausnahme von den opfern). dschingis khan war ein eroberer der bei seinen feldzüge seine feinde genadenlos abgeschlachtet hat aber dass was er geschaffen hat war kein kolonialismus und er hat die länder auch nicht zum wohle der mongolen ausgeplündert, er war nicht gierig er war einfach nur ein kleiner verrückter eroberer. der weisse mann hat die welt kolonialisiert, ausgebeutet, versklavt, und heute mit protektionismus globalisiert.

Chien de Pique
00
23.8.2009, 16:02
Viele bekannte mittelamerikanische Indianerkulturen

waren aber Eroberer, Versklaver und/oder Tributeinkassierer.

AntiFa201
00
23.8.2009, 17:55

die menschen in amerika waren einfach nur abergläubig aber die menschen in europa waren AUFGEKLÄRT. das verhalten der "unaufgeklärten und abergläugigen" amerikanischen ureinwohner ist zu entschuldigen, sie lebten in einer naiven welt. das verhalten der AUFGEKLÄRTEN europäer hingegen ist nicht zu entschuldigen, sie wussten ganz genau was sie taten, sie handelten barbarisch, versklavten und schlachteten menschen ab nur zum eigen wohl und eigen interesse. nennen sie mir solch einen indianerstamm der gebiete weit entfernt vom eigenen gebiet erobert hat und fremde völker versklavt hat um sich ein schönes leben zu machen. bin mal gespannt... und bevor sie maya oder atzteken nennen sollten sie diese beiden völker genauer analysieren ;)

ursus maritimus
00
23.8.2009, 04:13

Aber Kapitalisten ware das nicht, oder?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 221
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.