"Tomatengarten Windows"

Haft für Windows-Piraten in China

21. August 2009, 16:09

System entwickelte sich zur beliebtesten Raubkopie von Windows XP

Im bisher schwersten Fall von Softwarepiraterie in China sind vier Raubkopierer am Freitag zu Haftstrafen von bis zu dreieinhalb Jahre verurteilt worden. Der Kopf der Bande, Hong Lei, hatte die Sicherheitssperren des Windows Betriebssystems geknackt und seine Version als "Tomatengarten Windows XP" einfach kostenlos im Internet angeboten, wie das Gericht in der südchinesischen Stadt Suzhou feststellte. Mindestens zehn Millionen Nutzer sollen die Software von der Webseite geladen haben, die ihren Gewinn mit Werbung machte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Beliebteste Raubkopie

Das System, in dem der Authentifizierungsprozess ausgeschaltet war, entwickelte sich zur beliebtesten Raubkopie von Windows XP in China. Hong Lei und sein Partner Sun Xianzhong wurden jeweils zu dreieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von einer Million Yuan (102.000 Euro) verurteilt. Zwei Komplizen erhielten zwei Jahre Haft und müssen 100.000 Yuan (10.000 Euro) zahlen. Der US-Softwarekonzern Microsoft begrüßte laut Xinhua das Urteil, das Entschlossenheit demonstriere, gegen Raubkopierer vorzugehen und Urheberrechte zu schützen.

Im Juni vergangenen Jahres hatte Microsoft den "Tomatengarten"-Fall den chinesischen Behörden gemeldet. Hong Lei und seine Komplizen wurden zwischen August und Dezember vergangenen Jahres festgenommen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 33
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Der Seppl
 
10
27.8.2009, 07:36

Hm... WinXP mag zwar schon quasi weg vom Fenster sein, aber viele möchten ja genau bei XP bleiben und sich nicht zähneknirschend mit einem Vista begügen, Zielgruppe ist noch genug da.

Also mir kommt die Strafe nun auch wirklich recht günstig vor, bin aber auch von den Millionenstrafen für 30 Lieder desensibilisiert.

imir
01
26.8.2009, 07:56

Die sind auch nur eingelocht worden, weil sie ihren Obolus an die Exikutive nicht geleistet haben.

jMor
 
01
24.8.2009, 07:01
und was lernen wir draus?

1.000.000 Yuan = 102.000 Euro
100.000 Yuan = 10.000 Euro

The Use and Abuse of Social Science
01
28.12.2009, 18:35
Ganz einfach: der Yuan ist eine Exponentialwährung

Der Wert des Yuan ist eine exponentiell ansteigende Größe, entsprechend dem Prinzip: ein Betrag ist mehr als nur die Summe der einzelnen Teile. So ist es auch möglich den Spalt zwischen Arm und Reich noch schneller wachsen zu lassen. Das ist super, weil man damit schnell Investoren schaffen kann, die richtig viel Geld zur Verfügung stellen können.

Die chinesische Wirtschaft hat ja schließlich, dank der exponentiell ansteigenden Wechselkurse, besonders dann einen großen Vorteil, wenn im großen Stil im Ausland investiert wird und in kleineren Beträgen wieder zurückfließt.

Das kommt dann wiederum den vielen armen Chinesen zugute, denn wir wissen ja: Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut!

Bender Rodriguez
11
23.8.2009, 10:31
So liebe Leute...

jetzt gabs die ganzen neuen User in China den ersten Fix lang genug gratis, jetzt werden die Daumenschrauben angezogen, jetzt wird bezahlt.

Und merkt Euch liebe chinesischen Bürger, Linux und ähnliches zerstört Euren Computer.

Euer, Steve B.

undisputed truth
01
22.8.2009, 16:32

wieso sperrt sich die chinesische regierung nicht selbst ein ?

/ .
00
22.8.2009, 12:43
Was die Chinesen mit diesen Verbrechern machen...

....das könnten wir doch bei uns doch auch einführen (man schaut sich ja auch in Sachen Zensur immer gerne etwas von den Chinesen ab). Ich bin gespannt wie lange die leute brauchen um auf alternativ Betriebssysteme auszuweichen.

Leech
30
24.8.2009, 09:39

wiso sollten sie?

wenn ihnen das "nicht" alternative OS so gefällt?
Warum soll ich mir ne alternative zu was suchen das für mich top funktioniert?

nur weils open source is?

sry, bei mir kommts auf die usability eines systems an und nicht um den gedanken der dahinter steht.

gustl
 
00
28.8.2009, 13:43
Also wenn die Usability als Entscheidungskriterium nehmen,

Dann sollten Sie sich entweder ein Linux mit dem Desktop ihrer Wahl gönnen, oder einen Apple.

Windows ist sicher nicht das Ding mit der besten Benutzbarkeit. Da kann man nicht einmal die Farben vom Fensterrahmen einstellen, ohne dabei mindestens 10 Wutanfälle + ein Magengeschwür wegen schlechter Benutzerführung und fehlender Einstellmöglichkeiten zu bekommen. Und ja, ich spreche von Vista! (Musste das Ding für meine Mutter einrichten)

Linux Distributionen haben halt den Vorteil, dass man Software, für die man im kommerziellen Umfeld tausende von € bezahlt, gratis und sehr einfach zu installieren dazubekommt, inklusive Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen für diese Zusatzsoftware.

Erwin Grubstaetter
00
28.12.2009, 13:09

1.) Hat die Farbe von Fensterrahmen nichts mit Usability zu tun!

2.) Habe ich lebtags noch nie Tausende von Euro für Software bezahlt!?

Tu nicht Äpfel mit Birnen verwechseln und pöse polemisieren!

.

moejoe187
10
29.8.2009, 14:56
sie tun so als wäre die open source

software um ecken besser als die meiste Kaufsoftware...dem ist aber nicht so....OpenOffice ist auf keinen Fall besser als M$ Office...und auch zig andere Programme die es auf Linux gibt können den Kaufversionen von Windows nicht das Wasser reichen...außerdem ist die Shell vielen DAU's nicht so geläufig...die wollen lieber Klickibunti

37° im Schatten
23
22.8.2009, 10:55
Irgendwie lächerlich...

...jetzt erst gegen WinXP "piraten" vorzugehen. der begriff raubkopierer im obigen artikel suggeriert einen kommerziellen nutzen, der sicher zu verurteilen ist. anscheinend wurde die version aber kostenlos verbreitet.
übrigens gibt es wie gesagt auch ganz nette corporate-editions, die 100% prozent malwarefrei sind.

Erwin Grubstaetter
00
28.12.2009, 13:10

Es war kommerziell genutzt. Im Artikel ist beschrieben, dass die Betreiber sich über die Werbung auf ihrer Seite finanzierten. Die Besucher für ihre Seite bekamen sie über den Download der kopierten Windows XP Version.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

.

kaouch2000
00
23.8.2009, 09:39
nicht ganz.

Durch die Werbeeinnahmen der Webseite ergibt sich ja schon der kommerzielle Nutzen.

Sonst wär ja Google auch ein nicht-kommerzielles Unternehmen. Und wir alle wissen, dass das nicht der Fall ist ;-)

solandre
 
10
26.8.2009, 01:47

WAS? google, mein geliebtes google, macht geld mit der suchmaschine? und ich dachte mir immer sie sind die guten ...

denkender Mensch
02
22.8.2009, 01:14

Ich möcht nicht wissen, wieviele Kopien der TU-Version von XP (ebenfalls mit deaktivierter Seriennummernprüfung und Produktaktivierung) herumgeistern...

Jasper Perky
00
28.12.2009, 14:01

Die TU Version von XP geistert in der ganzen DACH Region herum.

hellfast
02
23.8.2009, 01:11

weil? für microsoft ansich kein schaden, so die studenten von windows "abhängig" zu machen (das sind die nächsten arbeitnehmer...).

phaidros
00
26.8.2009, 21:20
es sind die naechsten arbeitgeber

so gesehen, umso besser fuer die kleinweichen.

denkender Mensch
00
23.8.2009, 12:47

Es geht aber eben nicht um die Studenten, die sich so eine billige Windows-Version besorgen konnten/können, sondern um ihre Freunde und Verwandte sowie deren Freunde und Verwandte, die ebenfalls von dieser um alle Sicherheitsvorkehrungen beschnittenen Version profitiert haben. Oder meinens, ein TU-Student kopiert seine Windows-CD nicht?
Mir persönlich ists relativ egal, ich bin mittlerweile sehr zufrieden mit offenen und freien Betriebssystemen :)

c42
01
22.8.2009, 02:52

Eben. Weil wahrscheinlich um ein vielfaches mehr davon in China kursieren, als es je TU-Studenten gegeben hat, wird es in Zukunft bei MS-Produkten für die TU keine Extrawurscht mehr geben. Schade.

friedrich wilhelm voigt
00
22.8.2009, 12:47

dafür freunden sich vielleicht ein paar mehr mit anderen betriebssystemem an. fein.

denkender Mensch
00
22.8.2009, 11:26

Naja...nur weil man Studenten kostengünstigen Zugang zu Software gibt heißt das ja nicht, dass man dafür zwangsläufig sämtliche Sicherheitsmechanismen abschalten muss.

gustl
 
00
28.8.2009, 13:50
Also was soll an einer Software um 50 € kostengünstig sein?

Wenn es einen funktionierenden Markt gäbe, würde so ein Betriebssystem das ohne Support ausgeliefert wird maximal 10 € kosten, und dafür müsste es sich qualitativ schon massiv vom Mitbewerb abheben.

Jemandem also etwas als kostengünstig zu verkaufen, nur weil von 25facher Abzocke auf 5fache Abzocke runtergegange wurde ist schon mutig.

denkender Mensch
00
28.8.2009, 18:39

Die TU-Version von XP wurde um 6 Euro verkauft...

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