FC Bayern in Mainz gegen schlechtesten Saisonstart seit 1966

21. August 2009, 15:54
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Ivanschitz-Club fordert "schier übermächtigen Gegner" - Schlager Wolfsburg gegen HSV

Mainz - Ohne Martin Demichelis, Luca Toni, Mark van Bommel und Franck Ribery muss Neo-Trainer Louis van Gaal in Mainz den schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren verhindern. Zuletzt blieben die Bayern 1966 in den ersten drei Runden ohne Sieg. "Ich taste noch immer ab, was der richtige Spielstil bei dieser Mannschaft ist", meinte Van Gaal vor dem Bundesliga-Duell mit dem Aufsteiger mit Ex-ÖFB-Teamkapitän Andreas Ivanschitz am Samstag.

Auf den Burgenländer wartet im mit 20.300 Zuschauern ausverkauften Bruchwegstadion erstmals ein Auftritt gegen den Club mit dem prominentesten Namen in Deutschland. Sein Trainer Thomas Tuchel setzt gegen den "schier übermächtigen Gegner" auf Mut und Vertrauen in die eigenen Stärken. "Das ist ein echter Prüfstein auf höchstem Niveau", meinte der FSV-Trainernovize, dessen Team wie die Bayern bisher zwei Punkte sammelte.

Gegen die Bayern zu sticheln wäre für den Aufsteiger unpassend, erlauben kann es sich aber offenbar Meistertrainer Felix Magath. "Die Bayern haben im Moment keine Ausnahmestellung in Deutschland mehr. Die Dominanz ist derzeit weg", sagte der Coach des Bundesliga-Konkurrenten Schalke 04 der Münchner Tageszeitung "tz" (Freitag).

Als Hauptursache für die mangelnde Dominanz seines früheren Vereins führte Magath fehlende Kontinuität an: "Wenn es den Bayern nicht schnell gelingt, sich mit dem neuen Trainerteam zurechtzufinden, wird es für sie schwierig sein, eine Ausnahmestellung zu bekommen." Irgendwann werde alles aber wieder auf einen Dominanz der Münchner, bei denen Ribery ein weiteres Aufbauprogramm verordnet bekam, hinauslaufen. Mit dem neuen Trainerteam werde der Rekordmeister aber noch einige Eingewöhnungszeit brauchen.

Der Schlager der Runde steigt abseits von Mainz im Nordderby zwischen Meister VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV. Felix Magaths Nachfolger Armin Veh hat mit den "Wölfen" zwei Siege aufzuweisen, Martin Jols HSV-Erbe Bruno Labbadia brachte sein Team ebenfalls auf Kurs. Wolfsburg präsentierte sich im Vorfeld des Duells jedenfalls heiß auf den HSV. "Es ist immer etwas Besonderes, gegen Hamburg zu spielen", ließ Torjäger Grafite wissen.

Werder Bremen trifft voraussichtlich ohne dem verletzten Sebastian Prödl (Knieprobleme) am Sonntag auf Mönchengladbach. Bei VfL Bochum mit dabei ist hingegen Christian Fuchs. Der Teamverteidiger musste nach sechs Gegentreffern in zwei Partien vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC aber eine zweistündige Krisensitzung über sich ergehen lassen. Trainer Koller fand dabei deutliche Worte und forderte von seinen Spielern, die "Eier" in die Hand zu nehmen.(APA/dpa)

 

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