Kapfenberger SV gegen SV Mattersburg

21. August 2009, 15:58
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Kapfenberg gegen Simmering war einst Brutalität, aber Kapfenberg gegen Mattersburg ist auch nicht ohne - Beide Teams wollen Cup-Rehabilitierung

Kapfenberg/Mattersburg - Kapfenberg gegen Simmering, das war frei nach Helmut Qualtinger einst Brutalität. Aber Kapfenberg gegen Mattersburg in der fünften Runde der heimischen Fußball-Bundesliga am Sonntag ist auch nicht ohne. Beide Vereine wurden vor einer Woche gleich zum Auftakt des ÖFB-Cups von Underdogs eliminiert, beide liegen in der Tabelle mit je drei Punkten und drei Niederlagen in der unteren Tabellenregion nebeneinander und beide haben am 26. Juli ihren einzigen Saisonsieg gefeiert.

Richtungsweisend

In der zweiten Runde gewannen die Obersteirer daheim gegen Austria Kärnten durch ein Tor in der 92. Minute 3:2, die Burgenländer ebenfalls vor eigenem Publikum gegen Rapid durch einen späten Treffer 2:1. Beide sind auf eine sofortige Rehabilitierung der Cup-Blamage aus, ein Dreier wäre für die Moral und das Punktekonto gleichermaßen gut. Geht es nach dem Gesetz der Serie, müssten die Hausherren als Sieger vom Platz gehen, denn in der vorigen Saison gewann jeweils der Heimverein.

"Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, das die Mannschaft gewinnen wird, die den größeren Willen hat. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ähnliche Philosophien haben, mit Kampf und Einsatz zum Erfolg kommen wollen", sagte KSV-Trainer Werner Gregoritsch, der mit Ex-Everton-Legionär Georg Krenn am Freitag einen neuen Spieler bekommen hat, aber um seinen Star Marek Heinz (Adduktoren-Probleme) noch bangt.

Kapitän Robert Schellander gab nach den zuletzt erlittenen Auswärtsniederlagen gegen Austria Wien (0:3) und LASK (0:4) ein klares Ziel aus: "Mit drei Punkten in vier Spielen kann man nicht zufrieden sein, daher müssen jetzt daheim drei Zähler her". Man würde mit allen Mitteln versuchen, aus der Negativserie herauszukommen, fügte Gregortisch hinzu. Damit es gelingt, müssen nach 180 torlosen Liga-Minuten auch Treffer her.

Lederer will ungeschlagen bleiben

Franz Lederer wünscht sich von seiner Mannschaft ein Auftreten wie im Pappelstadion oder wie zuletzt im St. Hanappi. Damals, am 21. Mai, feierten die Burgenländer mit dem 3:2 über Rekordmeister Rapid den einzigen Auswärtssieg in den jüngsten 20 Liga-Spielen (1-5-14). "Wir fahren nach Kapfenberg, um ungeschlagen zu bleiben", kündigte der Mattersburger Trainer recht zuversichtlich an.

Er erwartet eine "enge Partie, die nichts für Fußball-Ästheten wird". Nach dem K.o. im Cup - die Burgenländer wurden von Didi Kühbauers Admira-, die Steirer von den Grazer Sturm-Amateuren eliminiert - seien beide Mannschaften hochmotiviert. Mit der Besetzung des Schiedsrichters ist Lederer diesmal zufrieden. "Bernhard Brugger ist ein guter, solider Mann", sagte er über den Salzburger Referee.

Zuletzt war er mit dem "Schwarzen Mann" nicht so zufrieden. Fritz Stuchlik hatte ihn nicht nur beim Heim-2:3 vor zwei Wochen gegen die Salzburger, sondern auch am 25. April beim 3:1-Heimsieg gegen den KSV wiederholt auf die Palme gebracht. Der Wiener Unparteiische hatte im jüngsten Duell mit den Steirern am 25. April im Pappelstadion 15 Minuten nachspielen lassen und nicht weniger als 15 Gelbe Karten, wovon eine zur Gelb-Roten wurde, gezückt. (APA)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

KAPFENBERGER SV - SV MATTERSBURG
(Sonntag, Fekete-Stadion, 19.30 Uhr, Schiedsrichter Bernhard Brugger/S). Ergebnisse 2008/09: 1:2 (auswärts), 2:1 (h), 3:1 (h), 1:3 (a)

Kapfenberg: Wolf - Osoinik, Schönberger, Fukal, Sonko - Schmid, Siegl, Hüttenbrenner, Heinz/Kozelsky, Schellander - Pavlov. Ersatz: Eisl - Sencar, Krenn, Alar, Majstorovic, Wendler, Scharrer, Wieger

Fraglich: Heinz (Adduktoren-Probleme)

Es fehlt: Rauscher (gesperrt), Felfernig, Erkinger, Pitter (alle verletzt)

Mattersburg: Bliem - Pöllhuber/Pauschenwein, Malic, Sedloski, Hamouz - Atan, Seidl, Sedlak, Schmidt, Mörz - Waltner. Ersatz: Borenitsch - Rath, Spuller, Wagner, Stjepanovic, Doleschal, Salamon, Lindner

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