Nur ein "böser Schlag" für Ferguson

21. August 2009, 15:46
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Bei Manchester United läuten nach der Pleite gegen Aufsteiger Burnley noch nicht die Alarm­glocken - Aston Villa am Montag in Liverpool

London - Der donnernde Volley, mit dem Robbie Blake am Mittwochabend im Turf-Moor-Stadion das Tor zum 1:0-Sensationssieg vom erstmals seit 33 Jahren wieder erstklassigen Burnley gegen Manchester United schoss, hat in Fußball-England doch etliche aufgeschreckt. Denn es war die erste Niederlage von ManUnited in der Liga gegen einen Aufsteiger seit vier Jahren und 17 Siegen in Folge und für manche die Bestätigung, dass der Titelverteidiger nach dem Abgang von Superstar Cristiano Ronaldo zu Real Madrid und auch Carlos Tevez zu Manchester City nicht unerheblich an Qualität eingebüßt hat.

"Ronaldo hat oft den Unterschied ausgemacht"

Der Portugiese schoss in den vergangenen zwei Saisonen immerhin 70 Tore und bereitete rund 30 weitere vor, während der oft eingewechselte Argentinier in vielen Spielen für frischen Wind gesorgt hatte. "Ronaldo machte oft den Unterschied zugunsten von United aus. Er war in den zwei vergangenen Jahren der beste Spieler der Welt", sagte der ehemalige schottische Internationale Graeme Souness, der einst für Liverpool gespielt und später auch als Trainer gearbeitet hatte. Chelsea-Star Frank Lampard meinte: "Niemand kann ihn ersetzen - abgesehen von Messi. Der ist der einzige Spieler, der das könnte."

Sein Landsmann Alex Ferguson gestand ein, dass das 0:1 "ein böser Schlag für uns gewesen ist". Zwar werde jeder sagen, dass ManU zum Saisonstart nie gut ist und erst so richtig ab Oktober in Schwung komme, "aber diese Spiele sollten wir dennoch nicht verlieren", meinte der Manager, dessen Elf in Runde eins mit dem 1:0 daheim gegen Birmingham, einem weiteren Aufsteiger, auch nicht gerade brilliert hatte.

Lange Verletztenliste

Aber immerhin muss der Champions-League-Finalist derzeit auch auf die verletzten Edwin van der Sar, die Innenverteidiger Rio Ferdinand, Nemanja Vidic sowie die Mittelfeldakteure Owen Hargreaves und Darren Fletcher verzichten. Im Sturm ist Neuerwerbung Michael Owen noch nicht der alte und hat der Bulgare Dimitar Berbatow bisher jene Torjäger-Qualitäten vermissen lassen, die er bei Leverkusen und Tottenham gezeigt hatte. Bleibt vor allem Wayne Rooney, dem nur noch ein einziger Treffer zu 100 Toren für Manchester United fehlt.

Möglich, dass Wigan am Samstag die Schlappe von Burnley büßen muss. Die Scharner-Elf hat nach dem 2:0 bei Aston Villa mit dem 0:1 daheim gegen den dritten Aufsteiger, Wolverhampton Wanderers, einen Rückschlag erlitten. "Wir waren nachlässig, hatten nicht genug Energie und bekamen das Match nicht in den Griff", klagte Wigans spanischer Trainer Roberto Martinez vor dem Heimduell mit dem 18-fachen Champion, der in den vergangenen 17 Jahren elfmal den Titel geholt hat, zuletzt dreimal in Folge.

Aston Villa gastiert bei Liverpool

Rapids Europa-League-Gegner Aston Villa absolviert seinen zweiten Saisonauftritt in der Premier League erst am Montag. Mir dem Auswärtsspiel in Liverpool wartet auf den Club aus Birmingham aber eine mehr als schwere Aufgabe. Spitzenreiter Tottenham gastiert am Sonntag im Londoner Derby bei West Ham United, die mit ebenfalls zwei Siegen gestartete Mannschaft von Chelsea tritt bei Fulham an. (APA/Reuters)

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    Viel Verantwortung lastet beim Meister nun auf Wayne Rooneys Schultern.

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