Wegen der Ausdehnung des Farmlandes und Dürre haben die Konflikte zwischen Menschen und Tieren zugenommen
Nairobi - Die Zahl der Löwen im ostafrikanischen Kenia ist nach
Angaben der Naturschutzbehörde KWS weiterhin alarmierend zurückgegangen. Lebten
vor sieben Jahren noch knapp 2.800 Löwen in der kenianischen Savanne, ist der
"König der Tiere" nun nur noch mit etwa 2.000 Exemplaren vertreten. "Sollte die
derzeitige Abnahme anhalten, wird in den kommenden 20 Jahren kein einziger Löwe
in Kenia überleben", warnten die Naturschützer und appellierten, den Schutz
der Tiere und die Sicherung ihrer Lebensbedingungen zu verstärken.
Der derzeitige Stand der Löwenpopulation müsse entweder stabil gehalten oder
auf ein "ökologisch verantwortliches Niveau" gesteigert werden, hieß es. In den
vergangenen Jahren haben wegen der Ausdehnung des Farmlandes in Kenia die
Konflikte zwischen Menschen und Tieren zugenommen. Hirten und Farmer töteten
Löwen, weil sie ihre Herden bedroht sahen. Die seit Monaten anhaltende schwere
Dürre und der resultierende Wassermangel haben die Lage noch weiter verschärft. (APA/red)