"Chancen stehen immer noch 50:50"

21. August 2009, 14:12
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Sturm-Trainer Foda nach 1:1 gegen Metalist Charkiw : "Ich bin überzeugt, dass wir Chancen be­kommen und ein Tor erzielen werden"

Graz - Der SK Sturm Graz ist auch nach dem Hinspiel in der vierten Qualifikationsrunde zur Fußball-Europa-League in der laufenden Saison noch ungeschlagen. Nach dem unnötigen 1:1 am Donnerstagabend in der UPC-Arena gegen Metalist Charkiw sind die Chancen der Grazer auf einen Einzug in die Gruppenphase aber doch deutlich gesunken. "Die Chancen im Rückspiel stehen aber immer noch 50:50", gab sich Sturm-Coach Franco Foda trotzdem kämpferisch.

Der Deutsche war mit der Leistung seiner Elf, die die Partie über weite Strecken dominierte, zufrieden, im Gegensatz zum Ergebnis. "Charkiw hat mit absolutem Ernst gespielt, aber wir waren einfach besser. Dieses Unentschieden macht zwar das Rückspiel für uns schwieriger, es ist aber noch alles offen", betonte Foda. Man werde auch beim UEFA-Cup-Achtelfinalisten der Vorsaison selbstbewusst auftreten. "Ich bin überzeugt, dass wir auch in Charkiw Chancen bekommen und ein Tor erzielen werden", sagte Foda.

Daniel Beichler hatte die Grazer völlig verdient nach einem Ideal-Lochpass von Samir Muratovic in Front gebracht (31.), den Gästen war allerdings in einer Phase, in der die 11.219 Zuschauern schon fix mit einem Heimsieg rechneten, durch Denis Olijnik (76.) noch der Ausgleich geglückt.

"Das Tor war definitiv Abseits"

Und das im wahrsten Sinn des Wortes, stand der Torschütze doch bei der Ballabgabe seines brasilianischen Mitspielers Jaja leicht im Abseits. "Das Tor war definitiv Abseits. Aber in so einer Situation braucht man nicht auf Abseits spielen", kritisierte der Sturm-Coach nicht nur das Schiedsrichterteam, sondern auch seine Hintermannschaft. Laut dem 20-jährigen Beichler, der den verletzten Routinier Mario Haas gut vertrat, sei man vor allem nach der Pause zu tief gestanden.

"Wir hätten konsequenter nach vorne spielen müssen. Das Ergebnis ist nicht topp", sagte der Sturm-Torschütze. Über seinen Treffer nach einem "Topzuspiel" von Muratovic konnte sich der Jung-ÖFB-Teamspieler nicht wirklich freuen. "Es interessiert mich nicht, ich hätte lieber keines geschossen und 1:0 gewonnen", meinte der Ex-Reggina-Kicker. Die Grazer sind nun immerhin schon neun Pflichtspiele in Serie (sieben Siege, zwei Remis) ungeschlagen.

Unabhängig davon geht aber der Tabellendritte der ukrainischen Meisterschaft nun als klarer Favorit ins Rückspiel am kommenden Donnerstag. "Es war wie erwartet ein sehr hartes Spiel, Sturm war sehr gut organisiert", sagte Coach Myron Markewitsch, der mit dem Remis sein Wunschresultat erreichte. (APA)

 

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    "Charkiw hat mit absolutem Ernst gespielt, aber wir waren einfach besser"

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