Madonna versus Enthauptung Johannes' des Täufers

21. August 2009, 14:01
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Clash der feierlichen Anlässe - orthodoxe Kirche ruft zu Konzert-Boykott auf

Sofia - In Polen war's die katholische Kirche, in Bulgarien ist's die orthodoxe - der Sermon bleibt der gleiche: Madonna sei "eine der skandalösesten Figuren des gegenwärtigen Show-Geschäfts", außerdem würden "Madonna und auch wir alle" vor das Jüngste Gericht kommen, daher sollte niemand zu ihren Konzerten gehen. Solcherart rief Bulgariens christlich-orthodoxe Kirche zum Boykott gegen das Konzert der Pop-Ikone in Sofia auf.

Der Auftritt sei eine "Lästerung der christlichen Werte", da er ausgerechnet am 29. August stattfindet - dem Gedenktag der Enthauptung des Heiligen Johannes des Täufers. Diesen Zusammenhang bemüht das Kirchenoberhaupt der Region Plowdiw, Mitropolit Nikolaj, in einem Beitrag für die Zeitung "24 Tschassa".

Der Tag von Madonnas Auftritt in Bulgarien fällt auch mit einem weniger gewaltbeladenen Gedenkttag zusammen, nämlich dem Geburtstag des vor zwei Monaten gestorbenen Michael Jackson. Aus diesem Anlass wolle Madonna ihr bulgarisches Publikum überraschen, sagte der Veranstalter. Madonnas Konzert in Sofia im Rahmen ihrer "Sticky and Sweet"-Tour gilt im Land als die "größte Show des Jahres". (APA/red)

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    Enthauptungen kommen im "Sticky and Sweet"-Programm nicht vor - dafür müsste man auf ein GWAR-Konzert warten.

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