Vettel ist Langzeit-Bulle

21. August 2009, 11:59
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Red Bull verlängert Vertrag mit deutschem Rennfahrer bis Ende 2011 - Deutscher von der Stärke des Teams überzeugt

Valencia - Die Zukunft des deutschen Jungstars Sebastian Vettel ist bis mindestens 2011 geklärt. Die von vielen Teams begehrte Formel-1-Hoffnung will seinem Rennstall Red Bull Racing weiter Flügel verleihen. "Red Bull freut sich bekanntzugeben, dass es den Vertrag mit Sebastian Vettel bis Ende 2011 verlängert hat, mit einer Option für 2012", hieß es knapp in einer sechszeiligen Presseerklärung des österreichisch-englischen Teams kurz vor dem ersten Freien Training zum Grand Prix von Europa in Valencia.

Vettel, vor dem elften Saisonlauf WM-Dritter, hat in seiner ersten Saison für Red Bull bereits zwei Siege eingefahren und gilt als einer der begehrtesten Piloten im Starterfeld. Mit der Bekanntgabe am Freitag wurden alle Spekulationen, wohin der Weg des 22-Jährigen nach dem Ende seines bisherigen Kontrakts Ende 2010 führen könnte, im Keim erstickt. Dafür war sogleich die Gage von Vettel im Team des österreichischen Energy-Drink-Milliardärs Dietrich Mateschitz ein heiß diskutiertes Thema.

Vettel von der Stärke des Teams überzeugt

"Das Team verleiht Flügel und ich möchte, dass meine noch weiter wachsen", sagte Sebastian Vettel am Freitagnachmittag vor dem zweiten Training in Valencia zu seiner Vertragsverlängerung bei den "Bullen". Der Deutsche ist "fest von der Stärke des Teams überzeugt". "Wir sind auf dem richtigen Weg", betonte der 22-Jährige. "Es ist eine großartige Nachricht für das Team", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Sie bringe wichtige Stabilität.

Aus dem eigenen Junior-Team

Sicherlich nicht ohne stolz verwies Red Bull in seiner Erklärung darauf, dass Vettel dem Red Bull Junior Team entstamme. Der Pilot selbst äußerte sich vorerst nicht zur Prolongation seines Kontrakts, nach dem ersten Training auf dem kurvigen Hafenkurs ging er schnurstracks zu einem Teammeeting.

Vettel war vor der laufenden Saison vom Schwester-Team Toro Rosso zu Red Bull gewechselt. Im vergangenen Jahr hatte Vettel in Monza seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert und seinem Ruf als Regenspezialist alle Ehre gemacht. Es war zugleich der erste Erfolg für einen der beiden Mateschitz-Rennställe. Vor seinem Engagement als Stammpilot bei Toro Rosso war Vettel Test- und Ersatzfahrer bei BMW-Sauber gewesen. Für den bayrischen Werksrennstall hatte er im Juni 2007 sein erstes Formel-1-Rennen bestritten und war gleich bei seinem Debüt in der "Königsklasse" in die Punkteränge gerast.

Nach seinem Formel-1-Debüt als Ersatz des zuvor verunglückten Polen Robert Kubica ließ ihn BMW-Sauber mitten in der Saison ziehen, weil Vettel die Möglichkeit auf ein Stammcockpit bei Toro Rosso bekam. Und seither entwickelte sich Self-Made-Man Vettel (er managt sich selbst) mit Turbo-Geschwindigkeit zum Siegkandidaten mit berechtigter WM-Hoffnung. (APA/dpa)

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