In Österreich fehlen 6.500 Pflegekräfte

21. August 2009, 09:48
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Rotes Kreuz: Beruf muss attraktiver gestaltet werden - Außerdem Forderung nach Rechtsanspruch auf Pflege

Das Rote Kreuz verlangt einen Rechtsanspruch auf Pflege sowie österreichweit einheitliche Standards und Tarife. Das sagt der Generalsekretär des Roten Kreuzes, Werner Kerschbaum, im Ö1 Morgenjournal. Außerdem müsse man mehr Geld für die Pflege aufwenden, nicht zuletzt um den Job attraktiver zu gestalten. Die Gehälter der Pflegenden seien im Vergleich weniger stark gewachsen als die anderer Berufsgruppen. Österreichweit würden 6.500 Pflegekräfte fehlen, so Kerschbaum. Kerschbaum drängt außerdem darauf, in den nächsten eineinhalb Jahren eine Lösung für den im Regierungsübereinkommen geplanten Pflegefonds zu finden. Die Details müsse die Politik lösen. 

Hundstorfer sieht keine schnelle Lösung

Im Ö1 Mittagsjournal hat Sozialminister Hundstorfer keine schnelle Lösungen vorausgesagt. Frühestens 2011 sei an eine Lösung zu denken, das Problem sei komplex, so Hundstorfer. Hauptproblem hierbei ist die Finanzierung und die Frage wer für diese aufkommt. Hundstorfer prognostiziert harte Verhandlungen zwischen Bund und Länder. Weiters müsse man der Frage nachgehen, wofür das Geld ausgegeben wird. Hundstorfer möchte hierbei nur Sachleistungen direkt bezahlen. Bei der Frage der fehlenden Pflegekräfte zeigt sich Hundstorfer positiv gestimm. "Gerade in den Gesundheits- und Sozialberufen haben wir wachsende Beschäftigung. Die Menschen, die in diesen Segmenten bereit sind zu arbeiten, die haben wir, die gewinnen wir", argumentiert Sozialminister Hundstorfer. Das AMS bilde im Moment mehr als 5.000 Menschen in Pflegeberufen aus.(red, derStandard.at, 21.8.2009)

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