Obama nimmt neuen Anlauf zu Friedensgesprächen

21. August 2009, 06:40

US-Präsident fordert von Konfliktparteien Zugeständnisse - Netanyahu kommende Woche in London und Berlin

Washington/Berlin - US-Präsident Barack Obama unternimmt einen neuen Anlauf zu Nahost-Friedensgesprächen und mahnt von beiden Konfliktparteien Zugeständnissen an. Obama rief namentlich Ägypten und Jordanien auf, Konzessionen vorzubereiten. Die Beteiligten sollten parallel Vorschläge unterbreiten, um die Voraussetzungen für erfolgreiche Friedensverhandlungen zu schaffen, sagte Präsidialamtssprecher Robert Gibbs am Donnerstag.

Die US-Regierung nannte keine Einzelheiten, kündigte aber eine weitere Nahostreise des Sonderbeauftragten George Mitchell an. Mitchell werde in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten über die endgültige Fassung der Maßnahmen sprechen, die die Grundlage für Friedensgespräche legen sollen, hieß es.

Die arabischen Staaten haben sich zuletzt gegen Obamas Forderung gewehrt, Verhandlungen durch Gesten des guten Willens auf den Weg zu bringen. Aus ihrer Sicht muss Israel den ersten Schritt tun. Israel verlangt wiederum vor eigenen Zugeständnissen ein Entgegenkommen der Palästinenser und arabischer Staaten. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak war am Dienstag zu Gesprächen bei Obama. Mit dem jordanischen König Abdullah führte der US-Präsident ein Telefonat.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kommt nächste Woche (27. August) zu Beratungen mit Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Die deutsche Bundesregierung forderte am Freitag entschieden eine Abkehr von der Siedlungspolitik im Westjordanland. Die Siedlungspolitik sei eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung und damit auf dem Weg zum Frieden, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, in Berlin. Hier müsse es zwingend Fortschritte geben.

Deutschland fordert wie die USA einen Stopp des Baus jüdischer Siedlungen in den Palästinensergebieten. Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas verweigert die Aufnahme von Friedensgesprächen, solange Israel weitere Siedlungen genehmigt.

Vor seinem Deutschlandbesuch wird Netanyahu am 25. August vom britischen Regierungschef Gordon Brown in London empfangen, wo er am folgenden Tag mit dem US-Nahost-Sondergesandten Mitchell zusammentreffen wird. (APA/Reuters)

Karl-Heinz Rumgenippe
14
21.8.2009, 13:29

Vor den Palästinenserwahlen im Jänner 2010 wird sowieso nichts mehr vorwärts gehen, weil Abbas sich vorher Zugeständnisse an Israel politisch nicht leisten kann, das würde ihm Wählerstimmen kosten.

ron kreitler
10
21.8.2009, 12:16
obama hat uberhaupt kein verstandis

von der Region. Es ist nicht geung zu beurteilen was X und Y tun sollen. Statt predigen sollte Obama vermittlen

DieBo
22
21.8.2009, 10:05
Obama müht sich redlich. Ganz anders als der Affenarsch vor ihm, der die Welt an den Rand des Abgrunds getrieben hat.

Karl-Heinz Rumgenippe
02
22.8.2009, 12:41

Annapolis schon vergessen? Außerdem haben Israelis und Palästinenser unter Bush wenigstens noch miteinander verhandelt. Das einzige was Obama bisher geschafft hat ist Israel zu verprellen.

maybritt illner
27
21.8.2009, 09:12
nahost friedensgespräche...

der running gag der nachkriegsgeschichte

Joe Dalton
33
21.8.2009, 10:35

Stimmt, bisher war es eine Farce. Ohne amerikanischen Druck auf Israel wird sich daran auch nichts aendern. Mal sehen, ob Obama sich im eigenen Land durchsetzen kann.

Zugestaendnisse der Palaestinenser: Was koennen die denn zugestehen? Seit der britischen Mandatszeit wurde denen nur genommen, was sollen sie jetzt denn noch geben? Noch ein paar Prozent von den 30% oder so des Landes das ihnen noch blieb?

Makronaut
43
21.8.2009, 13:57

seit '47 haben die pal nur versucht zu nehmen. das sollten sie vielleicht mal offiziell aufgeben.

Hubert Ungeist
 
00
21.8.2009, 22:18
Ganz inoffiziell

haben sich aber die Israelis nicht nur versucht zu nehmen - sie tun es immer noch.

Makronaut
01
22.8.2009, 12:17

ganz offiziell haben sich die isr mehr als einmal gegen das nehmen der araber wehren müssen. solange das weiter so bleibt, wird sich nicht viel tun.

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