78-Jähriger schuldig gesprochen

20. August 2009, 18:10
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Soll sich an drei Mädchen und einem Buben vergangen haben

London - Gut eineinhalb Jahre nach der Aufdeckung von Kindesmisshandlungen in einem Heim auf der Kanalinsel Jersey ist erstmals ein Ex-Angestellter der Einrichtung verurteilt worden. Der heute 78-Jährige wurde am Donnerstag für schuldig befunden, sich an drei Mädchen und einem Buben vergangen zu haben, die sich in seiner Obhut befunden hatten.

Zu den Übergriffen war es in den 70er Jahren gekommen. Der Mann hatte die Vorwürfe bestritten. Das Strafmaß soll erst im September verkündet werden. Der Vorsitzende Richter hatte dem Angeklagten gesagt, dass er mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen habe.

Das Kinderheim "Haut de la Garenne" war nach Knochenfunden im Keller im Februar 2008 weltweit als Schauplatz brutaler Kindesmisshandlungen in die Schlagzeilen geraten. Bis zu 150 frühere Heimbewohner berichteten von regelmäßigen Sexgelagen der Angestellten, die Mädchen und Buben vergewaltigt und gefoltert hätten. Die Verbrechen sollen in der Zeit von 1960 bis zur Schließung des Kinderheims 1986 verübt worden sein. Die Polizei nahm mehrere ehemalige Heimangestellte fest. Der Verdacht, dass in dem Heim auch Kinder ermordet wurden, hat sich nicht bestätigt. (APA/dpa)

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