Opferzahl in sibirischem Kraftwerk weiter gestiegen

20. August 2009, 17:04
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Mindestens 17 Tote - 58 Menschen werden vermisst

Moskau - Vier Tage nach der Havarie im größten russischen Wasserkraftwerk mit bis zu 70 Toten stoßen die Rettungskräfte auf immer mehr Leichen in dem zerstörten Maschinensaal. Unter den Trümmern seien am Donnerstag zwei weitere Opfer entdeckt worden, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Kraftwerksverwaltung nach Angaben der Agentur Interfax. Damit stieg die Zahl auf mindestens 17 Tote.

Es gebe kaum mehr Hoffnung für die 58 Vermissten, sagte der Sprecher. Regierungschef Wladimir Putin ordnete eine Kontrolle aller Sicherheitsstandards in den Kraftwerken des Landes an. Er will an diesem Freitag an den Unglücksort in Sibirien reisen.

Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu kritisierte eine "unkoordinierte" Arbeit der Rettungskräfte in dem Kraftwerk und forderte eine schnellere Suche nach Überlebenden. Nach Angaben des Umweltministeriums in Moskau bedroht das nach der Havarie ausgetretene Öl nicht das Öko-System des Flusses Jenissei.

Ein Großteil des rund 100 Kilometer langen Ölfilms sei mit einem chemischen Bindemittel unschädlich gemacht worden, sagte ein Mitarbeiter. Am Montag war nach einer Explosion der Maschinenraum des seit 1978 betriebenen Kraftwerks am Sajano-Schuschensker Stausee eingestürzt und vollständig überflutet worden. (APA)

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