Der "iPhone-Effekt" - alles nur ein Mythos?

20. August 2009, 09:10

Analysten: "Hat keinem Provider Gewinne oder Marktanteile gebracht"

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des dänischen Beratungsunternehmens Strand Consult  widerlegt einige Mythen, die in der Telekom-Branche um das iPhone kursieren. Beispielsweise widersprechen die Autoren anhand mehrerer Marktstatistiken der These, wonach das Apple-Gerät neue Kunden für Mobilfunkprovidern anziehe oder eine wesentliche Triebfeder für den Ausbau des Marktanteils eines Anbieters sei. Viel mehr sei es so, dass das Smartphone besonders bei bestehenden Kunden stark nachgefragt werde. "Gemäß unserer Untersuchung hat kein einziger Mobilfunkanbieter seinen Marktanteil, seine Gewinn oder Einnahmen durch die Einführung des iPhones steigern können", berichtet die Firma.

Marginaler Anteil

Der dänische Report widerspricht auch der verbreiteten Annahme, wonach das iPhone das weltweite Transfervolumen bei Mobilfunkdaten erheblich erhöht habe bzw. Nutzer überhaupt erst durch das iPhone auf den Geschmack der mobilen Breitbandnutzung gekommen seien. "Tatsache ist, wenn man sich den globalen mobilen Breitband-Traffic ansieht, nimmt das iPhone nur einen marginalen Anteil daran ein", stellen die Autoren fest. Laut Zahlen der Mobilfunk-Organisation GSMA hat die Zahl der HSDPA-Zugänge weltweit kürzlich die 150-Mio.-Marke überschritten und wird auch künftig noch rapide ansteigen. Allerdings übertreffen die pro Quartal verkauften HSDPA-Anschlüsse die Anzahl der seit der Einführung verkauften iPhones (etwa 26 Mio. Stück weltweit) um ein Vielfaches.

App-Store

Darüber hinaus nehme Apple nur einen sehr geringen Anteil am Weltmarkt für mobile Services, der vom Mobile Entertainment Forum 2008 auf insgesamt 8,6 Mrd. Dollar geschätzt wurde, von zirka 150 Mio. Dollar ein. In Zusammenhang damit räumen die Dänen auch mit gängigen Mythen um den App-Store auf. "Wir finden, dass dieses Konzept sehr spannend ist und einen dynamischen Markt erzeugen kann. Aber es ist nicht neu und nimmt derzeit nur einen geringen Anteil an den weltweit verkauften mobilen Services ein", so die Verfasser.

PR-Aktionen

Mobilfunkprovider wenden überdies jede Menge an Marketing- und PR-Geldern auf, um iPhone-Verträge anzubringen. Der Report berichtet, dass die SAC (Subscriber Acquisition Cost), also die Kosten, die zur Gewinnung eines Neukunden nötig sind, bei vielen Anbietern sehr hoch seien. Als Beispiel wird T-Mobile in Deutschland angeführt, das für einen iPhone-Neukunden 317 Euro aufwenden muss und dafür "nur" 77 Euro ARPU (Average Revenue per User) erhält. Im Vergleich zu anderen Mobilfunkkunden ist dies aber trotzdem ein außerordentlicher Wert. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass viele Operator hohe Akquisitionskosten in Kauf nehmen, um das iPhone anbieten zu können. Der Wettbewerb in diesem Bereich wird weiter ansteigen. Sowohl der Gerätepreis als auch die Gebühren für mobilen Traffic werden die wichtigsten Parameter sein, um reüssieren zu können", schlussfolgert der Report.

Zufriedenstellend

Alexander von Schmettow, Pressesprecher für das iPhone bei der Deutschen Telekom, möchte die kolportierten Zahlen von Strand Consult nicht kommentieren und glaubt auch nicht, dass sie von offizieller Seite kommuniziert wurden, sondern eher Schätzungen sind. Abseits davon sei man mit dem Erfolg des iPhones bei T-Mobile jedenfalls sehr zufrieden: "Das Gerät passt perfekt zu unserer Strategie und hat im Bereich mobiler Datenkommunikation Maßstäbe gesetzt." Von Schmettow berichtet, dass ein iPhone-Nutzer bei T-Mobile das 60-fache an Datenverkehr in Anspruch nehme als der durchschnittliche Nutzer von mobiler Datenkommunikation.

Erfolgsfaktoren

Den Erfolg des iPhones führen die Autoren der dänischen Studie vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen der kontinuierliche Eintritt in neue Märkte und zum anderen die zeitnah beieinander liegende Veröffentlichung von neuen Versionen wie dem 2G, dem 3G und dem 3GS. Von Schmettow stimmt zu, dass die kurzen Abstände zwischen den Updates zum Erfolg beigetragen haben, aber nicht ausschließlich. Die nutzerfreundliche Bedienung sowie der umfangreiche App-Store seien ebenfalls als zentrale Erfolgsfaktoren zu nennen. Abschließend stellt der Pressesprecher fest: "Die gesamte Mobilfunkbranche misst sich nach wie vor an einem Gerät. Das iPhone ist die Benchmark." (pte)

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mein erstes "Handy" war

noch aktenkoffergroß war, 1988, erfolgreiche Verbindungen haben eine helle Begeisterung ausgerufen

das hält mich wahrscheinlich von übermässiger Meckerei fern
( 20 Jahre später habe ich Internet, Email, Telefon über 3G oder Wifi)

hat sich aber in der hosentasche sicher gut getan...

mein neues handy-netz heißt „NO SERVICE“

ich bin wegen dem iphone zu orange gewechselt und habe seither daheim kaum empfang. orange ist leider das schlechteste netz in österreich. mitten im 7. bezirk empfangsprobleme.

kann ich gut verstehen...

meine wohnung liegt am beginn der taborstr. und ich hab so gut wie kein 3g netz. orange ist nicht wirklich toll

bestehende kunden wollen das i-phone

naja bei der marktdurchdringung ist in den industrieländern ja beinahe 100% der erwachsenen ein "bestehender kunde".

neukunden sind dann 6-12jährige kinder die ihr erstes handy bekommen.
und die bekommen halt kein teures iphone sondern das 1€-handy.

zum anderen die zeitnah beieinander liegende Veröffentlichung von neuen Versionen wie dem 2G, dem 3G und dem 3GS

1 Modell pro jahr von apple
ca 54 Handys (davon locker 20 smartphones) von nokia
ca 83 handys (davon mindestens 30-30 smartphone) von samsung

um die anderen marken zu zählen bin ich jetzt zu faul, aber beim iphone von kurzen nachfolgezeiten zu sprechen sagt eh schon einiges über die quallität der des schriftstückes aus

Hahahahahahahahaha, da hat also Apple ja ganz dick aufgetragen UND

ganz toll abkassiert von den Providern.

Nichts anderes als ein Nullsummenspiel für die Mobilfunkprovider, aber ein Cashcow für Apple, denn die Lemminge zahlen und zahlen und zahlen...

Alles nur eine große Blase mit schlechter Luft drin...

Na, wenn es der Herr ... äh ... wie hiess er ... Strand sagt, dann ist es natürlich die reine Wahrheit. Wo auch immer er die Zahlen her haben will. :-)

Genau,

und weil die "Lemminge" zahlen und zahlen ist es auch so ein Misserfolg für die Provider. Knoten in der Logik?

Die Provider sind die Lemminge unter anderem die Blitzgneißer!

.

Ein Knoten in der Logik ist so etwas noch lange nicht, hängt es ja schließlich ganz davon ab wie viel an "Provision" wer für einen Verkauf erhält.

Dass etwas ein gutes Geschäft ist, nur weil Kunden ständig zahlen und zahlen dafür, das muss noch lange nicht sein - und hat zudem rein überhaupt gar nichts speziell mit dem Mobilfunkmarkt zu tun.

(wo nix is kann kein knoten drinnen sein....)

armes würstchen

dprojekt

HahaHihiHohoHöhö ....

Aber, aber, aber.... wenn Jobs das doch so sagt?

Ähm ...

"Beispielsweise widersprechen die Autoren anhand mehrerer Marktstatistiken der These, wonach das Apple-Gerät neue Kunden für Mobilfunkprovidern anziehe oder eine wesentliche Triebfeder für den Ausbau des Marktanteils eines Anbieters sei ..."

"Den Erfolg des iPhones führen die Autoren der dänischen Studie vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen der kontinuierliche Eintritt in neue Märkte ..."

sie können nicht unterscheiden zwischen

erfolg für apple
erfolg für die provider

mehr verkaufte iPhones ist nicht gleiche mehr neue kunden für die provider.

und wie schauts aus mit erneut verlängerten tarifen, verkaufte geräte ... ?

leider verstehe ich ihre frage nicht.

Und?
Da ist kein Widerspruch zu erkennen. Mit "neue Märkte" sind wohl einfach die immer neuen Länder gemeint.

Die Menschheit lernt dazu,

dass oft wer mit die Pfauenfedern umadumspaziert und nicht _allzu_viel_ dahinter ist ;-)

Warum sollte sich ein Unternehmen gegen positive Mythen wehren?

Volvo lebte lange Zeit vom Mythos, besonders robuste und sicher Autos zu bauen und dickere Bleche zu verbauen, Apple lebt heute noch vom Mythos besonders hochklassige Komponenten zu verbauen. Die wären ja blöd, wenn die plötzlich kommen und sagen würden: "na also hörts, wir kochen auch nur mit Wasser, wir verbauen doch eh alle das Selbe...".

Da sind viel zu viele unwiderlegbare Fakten drinnen. Das gibt unseren Apple nerds jetzt sicher wieder den Rest :) .

Und lieb auch, dass jemand der vom Verkauf von iPhones lebt als Gegendarstellung einer unabhängigen Studie herangezogen wird :) .

Jedem der mit echten Smartphones zu tun hat, weiss, dass Smartphones weit öfter für den Netzzugriff eingesetzt werden als das Musikhandy von Apple. Das müssen sie schlicht, weil sie vorwiegend im beruflichen Gebiet zum Einsatz kommen.

Aber wie so oft, wird für unsere nerds wiedermal nicht sein können, was nicht sein darf. Wünsch denen noch viel Spaß beim Herumrudern gegen die bösen Fakten :) .

fakten?

wo??? haben sie den report überhaupt gelesen? geht ganz einfach, der ist näml. frei verfügbar. und wenn sie damit durch sind, speziell die aspekte der grundlagen für die betrachtungen darin, melden sie sich einfach nochmal.

das grundlegende konklusio in einfachen worten: eine gerät mit einem marktanteil von etwas über 10% kann kein gewaltiger umsatzbringer für die carrier sein. nona. und natürlich ist in den betrachtungen über die wirtschaftlichen effekte des iphones für die provider keinerlei bezug auf die z.z. doch eher schwierige wirtschaftliche situtation enthalten, oder auch auf den sich ständig weiterdrehenden preiskampf.

ein anderes zuckerln: das iphone ist schlecht für die provider, weil die kunden damit normale webseiten ansurfen können, und so höheren datentransfer verursachen. soso. aha. na wenigstens ist es gut für die kunden.

übrigens haben die analüsten bei strand schon für 2006 prophezeit, microsoft würde rim überholen. naja man kann sich ja mal täuschen...

bloss weil's in Dein Weltbild passt, wird aus den Annahmen von selbsternannten "Analysten" noch kein Faktum. Die Fakten kennen wohl am besten die Provider, denn die sehen, was es kostet und was es bringt. Und siehe da, sie verkaufen das iPhone weiter und weiter und weiter und weiter ...

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