Senat macht Weg für dritte Amtszeit Uribes frei

20. August 2009, 08:58
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Entscheidung von zweiter Parlamentskammer und Volksabstimmung noch ausständig

Bogota - In Kolumbien ist Präsident Alvaro Uribe einer dritten Amtszeit einen Schritt näher gekommen. Der Senat stimmte am Donnerstag einem Entwurf für eine Verfassungsänderung zu, die es dem engen Verbündeten der USA ermöglichen würden, sich im Mai 2010 zum zweiten Mal zur Wiederwahl zu stellen. Uribe hat eine Kandidatur bisher nicht öffentlich bekanntgegeben, seine Minister setzen sich indes massiv für eine solche Regelung ein.

In der kommenden Woche wird in der zweiten Parlamentskammer eine enge Entscheidung zu dem Entwurf erwartet. Anschließend sollen die Wähler in einem Referendum über die Änderung der Verfassung entscheiden. Bereits für seine erste Wiederwahl 2006 wurde die Verfassung geändert.

Beliebter Uribe

Uribe ist in der Bevölkerung sehr beliebt, weil viele Menschen seiner Politik die verbesserte Sicherheitslage in Kolumbien zuschreiben. Der Präsident ist der wichtigste Verbündete der USA in der Region und kämpft mit harter Hand gegen die marxistischen FARC-Rebellen sowie gegen die kolumbianischen Drogenkartelle. Im Gegensatz zu Uribe haben die linksgerichteten Regierungen von Venezuela, Ecuador und Bolivien die Politik Washingtons wiederholt kritisiert und engere Beziehungen zu Russland, China und dem Iran aufgebaut. (APA/Reuters)

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