Obama nennt Krankenversicherung für jedermann "moralische Pflicht"

20. August 2009, 08:31
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"Niemand sollte in den Ruin getrieben werden, weil eine Krankenversicherung die Kostenübernahme verweigert"

Washington - US-Präsident Barack Obama hat die Durchsetzung einer für alle US-Bürger zugänglichen Krankenversicherung als "moralische Verpflichtung" bezeichnet. Als reichste Nation der Welt müssten die USA jedem eine Gesundheitsversorgung anbieten können, sagte Obama am Mittwoch (Ortszeit) in einer Live-Diskussion im Internet.

"Niemand in Amerika sollte in den finanziellen Ruin getrieben werden, weil eine Krankenversicherung die Kostenübernahme verweigert", betonte der Präsident. Die Vorbehalte der Reformgegner, die ihm vorwerfen, die medizinische Versorgung rationieren zu wollen, wies er als "Lügenmärchen" zurück.

Top-Vorhaben

Die Gesundheitsreform gehört zu den wichtigsten politischen Vorhaben des Präsidenten. Obama will den rund 46 Millionen nicht versicherten US-Bürgern mit staatlicher Hilfe eine Krankenversicherung ermöglichen. Zuletzt ist der Widerstand gegen die Reform stark gewachsen. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, eine Verstaatlichung des Gesundheitswesens anzustreben und die Kosten in die Höhe zu treiben. (APA)

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