Schlag für Lula: Ex-Umweltministerin geht

20. August 2009, 00:02

Parteiaustritt Marina Silvas nach dreißig Jahren Mitgliedschaft

Brasilia - Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat eine seiner wichtigsten Verbündeten verloren: Die frühere Umweltministerin Marina Silva erklärte am Mittwoch ihren Austritt aus Lulas Arbeiterpartei (PT), der sie 30 Jahre lang angehörte. Die 51- Jährige war eine der engsten und ältesten politischen Weggefährtinnen Lulas. Sie erwägt einen Wechsel zur Grünen-Partei (PV), die ihr die Spitzenkandidatur für die Präsidentschaftswahl 2010 angeboten haben. Die Politikerin und Senatorin hatte ihr Amt als Umweltministerin 2008 aus Enttäuschung über die mangelnde Unterstützung für ihre Politik in der Regierung aufgegeben.

Es wird allgemein erwartet, dass sie schon bald ihren Beitritt zu den Grünen verkündet. Sie habe sich noch nicht entschieden und wolle nun erst Gespräche mit der PV führen, sagte Silva. Die Grünen selbst verkündeten dagegen bereits eine Einigung in allen politischen Fragen mit Silva und beraumten schon mal einen Parteitag sowie eine Vorstandssitzung für Ende August an, wo sie ihr Neumitglied und die mutmaßliche Spitzenkandidatin präsentieren wollen. Es hänge nur noch von der offiziellen Verkündung der jetzigen Ex-PT-Politikerin ab.

Sollte sich Silva für die Grünen und eine Kandidatur entscheiden, stünde sie 2010 auch in direkter Konkurrenz zu Lulas Wunsch- Kandidatin, Präsidialamtsministerin Dilma Rousseff. Lula selbst kann nach zwei Amtszeiten im nächsten Jahr nicht mehr antreten. Auch ein weiteres prominentes Ex-Mitglied der Lula-Regierung, der Musiker und frühere Kulturminister Gilberto Gil, signalisierte seine grundsätzliche Bereitschaft, sich als Vize-Kandidat in einem Team von Marina Silva aufstellen zu lassen. Dies werde er aber mit Silva selbst besprechen, wenn er eingeladen werde. (APA/dpa)

Malkaye
11
22.8.2009, 14:50
hauptsache der/ie nächste präsident/in

positioniert sich endlich klar und macht schluss mit den horror pressure groups aus dem inland und der wallstreet und ihrem einfluss.
wenn brasilien erstmal aufsteht und die hand über die lateinamerikanischen reformen hält, muss hugo den zug nichtmehr mit händen schieben.

Hamit_Hatemi
00
17.10.2009, 14:30

Der Tschaweß ist hoffentlich bald Geschichte!

Cybercowboy
12
20.8.2009, 23:29
das wäre ein echter Lichtblick..


so eine Persönlichkeit als realistische Präsidentschaftskandidatin.
Hat Sie Chancen?

Der brasilianische Regenwald ist einer der großen Brennpunkte im Klimachaos. Ich hoffe es gelingt eine Wende.

Student der Magie
01
23.8.2009, 22:39
das ist alles nicht so einfach, auch für einen anderen Präsidenten oder eine Präsidentin nicht:

Für den Amazonas ist jemand verantwortlich, wie hier für die Länder die Landeshauptmänner.

im Amazonas ist jener gewählte Mann auch einer der größten Großgrundbesitzer. Dieser macht auch sehr gerne Geschäft mit Großkonzernen, und der verdient u.a. daran, wenn große Landgebiete eben seinen Geschäftspartnern verkauft werden.

Wenn man mit den Brasilianern in Brasilien redet wollen alle den Regenwald erhalten. Andererseits wollen Sie sich von Außen auch nicht dreinreden lassen;)

Das Amazonasproblem BEGINNT sich aufzulösen, wenn der Gouverneur dort aus einer grünen Bewegung kommt.

Ich finde im Großen und Ganzen hat Lula insgesamt sehr viel weitergebracht in Brasilien, für die Zeit, die er bisher hatte;)

pez derflotte
02
21.8.2009, 00:23
ich glaub

brasilien hat noch ganz andere probleme als die abholzung des regenwalds...wer die nicht in den griff bekommt, hat im kampf gegen die abholzung schon verloren...

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