Taifun "Morakot": Präsident bleibt in der Kritik

19. August 2009, 19:28
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    foto: ap

    Taiwans Präsident Ma versuchte eine Hinterbliebene der Taifun-Opfer zu trösten.

Verteidigungsminister bietet Rücktritt an

Taipeh - Ma Ying-jeou ist ein weiteres Mal auf Tour gegangen: Am Mittwoch besuchte der taiwanische Präsident einmal mehr die Katastrophenregion im Süden der Insel und stellte sich den wütenden Überlebenden des Taifuns "Morakot" und der Schlammlawinen. Viel zu spät habe die Regierung mit dem Rettungseinsatz begonnen, viel zu lange habe sie Hilfe aus dem Ausland abgelehnt, lauten seit Tagen die Vorwürfe.

Möglicherweise mehr als 500 Menschen sind am 8. August ums Leben gekommen, 491 werden allein noch in dem Dorf Hsiao-lin vermisst, dass Ma am Mittwoch besuchte. Der Verteidigungsminister und der Generalsekretär der Präsidentschaftskanzlei boten am selben Tag ihren Rücktritt an.

US-Armeehubschrauber brachten mittlerweile schweres Werkzeug für die Reparatur von Straßen und Brücken in die Gebiete im Zentrum und im Süden der Insel. China verschiffte eine erste Ladung von 100 Fertighäusern für die Opfer des Sturms. Die Stadtverwaltung in einem der Krisenorte weigerte sich allerdings, die Häuser anzunehmen und verwies auf eine mögliche Belastung durch chemische Schadstoffe. Das Verhältnis zwischen China und Taiwan hat sich seit dem Antritt von Ma 2008 etwas entspannt, im Süden der Inselrepublik dominieren aber die Verfechter einer Unabhängigkeitspolitik Taiwans. (red, Reuters, AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 20.8.2009)

 

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