Adeg-Umbau geht weiter

24. März 2003, 16:05
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Handelsgruppe gibt Magnet-Märkte an Edeka Austria ab - Außenumsatz ging 2002 um 1,7 Prozent zurück - Für 2003 leichtes Wachstum geplant

Wien - Die Adeg-Gruppe, die seit Herbst 2001 zu 75 Prozent im Besitz der deutschen Edeka ist, musste im Geschäftsjahr 2002 einen Rückgang im Außenumsatz von 1,7 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro hinnehmen: Die Schließung von 46 selbstständigen kleinen Adeg-Kaufleuten konnte durch Neueröffnungen nicht zur Gänze wettgemacht werden, erläuterte heute Adeg-Vorstand Hubert Pfenninger. Ergebnisse gibt die Handelsgruppe nicht bekannt - man sei aber "gut unterwegs" und "insgesamt in den schwarzen Zahlen", so Pfenninger. Hauptgrund dafür: Der Verlustbringer "Magnet" wurde rückwirkend zum 1. Jänner 2002 an die Edeka Austria abgegeben.

Die deutsche Edeka hat über diese Firma bisher 3 Edeka-Center-Märkte in Salzburg und Braunau betrieben. Nun finden sich laut Pfenninger auch die 22 Magnet-Großmärkte mit rund 600 Mitarbeitern unter diesem Dach, werden aber nach wie vor von der Adeg beliefert. Im Außenumsatz der Gruppe bleibt der Magnet-Umsatz von 167 Mio. Euro daher weiter enthalten.

Für 2003 rechnet Pfenninger mit weiteren Schließungen unter den kleinsten Adeg-Kaufleuten, allerdings deutlich weniger als 2002. Unter den 764 (2001: 811) Adeg-Kaufleuten gibt es nach wie vor rund 300 Geschäfte mit weniger als 200 m2. "Im Vorjahr hat sich aber sicher schon Spreu von Weizen getrennt", so der Vorstand. Per Saldo verringerte sich die Verkaufsfläche der Adeg-Gruppe um 1,9 Prozent.

Ausgebaut wird hingegen die Supermarkt-Schiene "Adeg aktiv". Die Adeg Contra-Märkte werden sukzessive bis 2004 umgestellte, 15 neue sollen heuer dazukommen. Der Außenumsatz soll damit im laufenden Geschäftsjahr "in Richtung 1,7 Mrd. Euro" gehen, was ein Plus von rund 2 Prozent bedeuten würde. Ab 2004 soll es auch wieder Flächenwachstum geben.

2002 erhöhte sich die Zahl der aktiv/Contra-Märkte (inkl. Genossenschaftsbetrieben) auf 144 (140), die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich ging auf 1.195 (1.243) zurück. Die 23 (2001: 24) Cash & Carry-Märkten der Adeg-Gruppe, AGM, setzten im Vorjahr - nicht zuletzt wegen der Auswirkungen des Hochwassers auf die Gastronomie und den Tourismus - mit 275 Mio. Euro um 2,2 Prozent weniger um. Die Zahl der AGM-Mitarbeiter stieg indes von 644 auf 668. Die Zahl der Mitarbeiter der Adeg insgesamt sank durch die Magnet-Abgabe von 5.353 auf rund 4.700.

Im harten Konkurrenzkampf im heimischen Lebensmittelhandel will sich Adeg weiter als "Vollsortimenter und Nahversorger mit Frischeorientierung" positionieren, so Pfenninger. Mit den Edeka-Artikeln im Sortiment sei man aber preislich mit Hofer und Zielpunkt konkurrenzfähig. Neu ins Angebot kommt heuer Tchibo/Eduscho, in den großen Adeg-Märkten werden wird auch das Non-Food-Sortiment der Kaffeekette erhältlich sein. (APA)

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    montage: derstandard.at
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