Acht Jahre Haft für Sporttrainer aus Österreich

19. August 2009, 15:27
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Landgericht München ordnete nach Gefängnis die anschließende Sicherungsverwahrung in einer psychiatrischen Anstalt an

München - Ein Leichtathletik-Trainer ist in München wegen jahrelangen Missbrauchs seiner Sportschüler zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft warf dem 49-Jährigen vor, in etwa 300 Fällen Buben und junge Männer missbraucht zu haben, die seinen Trainingsgruppen angehörten. In 15 Fällen fügte der Mann seinen Opfern auch körperliche Verletzungen zu. So zwang er einen der Burschen im Alter von etwa neun Jahren zum Analverkehr. Laut Anklage befahl er dem Buben zu schweigen und machte ihm auch Geschenke. Allein dieses Opfer missbrauchte der Trainer laut Anklage innerhalb von sechs Jahren mindestens 215 Mal.  Der ehemalige Bundestrainer gestand, sich von 1990 bis 2008 an acht Schülern im Alter zwischen acht und 17 Jahren vergangen zu haben.

Nach Gefängnis in Sicherheitsverwahrung

Auch nach Ende der Gefängnisstrafe wird der gebürtige Österreicher nicht frei gelassen. Das Landgericht München ordnete am Mittwoch in seinem Urteil die anschließende Sicherungsverwahrung in einer psychiatrischen Anstalt an. Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Keine Gerüchte

An den meisten der Burschen verging sich der Trainer in Sporthallen, etwa auch in der Münchner Olympiahalle. Der Mann nutzte aber auch Trainingslager, seine Wohnung und Autofahrten für sexuelle Übergriffe. Einmal missbrauchte der 49-Jährige einen Buben bei einem Besuch sogar in dessen Kinderzimmer.

Eine Bekannte des Angeklagten, die als Zuschauerin zu dem Prozess gekommen war, beschrieb den Angeklagten als offen, nett und fröhlich. Die Sportler hätten großen Respekt vor ihm gehabt, und viele hätten gehofft, von ihm als Talent entdeckt zu werden, berichtete die junge Frau. Es habe keine Missbrauchsgerüchte gegeben. "Das hat mein Weltbild zusammengeschmissen", sagte die Frau. "Wie kann man nur kleinen Jungs so etwas antun."(APA)

 

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