studiVZ öffnet sich Entwicklern

19. August 2009, 14:48
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Applikationen nach Facebook-Vorbild

Das deutsche Social Network studiVZ setzt auf den Open-Social-Standard und öffnet sich gegenüber externen Entwicklern. Der Schritt hin zum offenen Netzwerk - wie bei Facebook und seit kurzem auch bei der Businessplattform Xing bereits Usus - hatte sich schon seit Monaten abgezeichnet. Nachdem studiVZ zuletzt auch Funktionen wie Twitter und SMS in die Plattform integrierte, war die weitere Öffnung nur eine Frage der Zeit. Nun hat die VZ-Gruppe - eine Tochter der Holtzbrinck-Gruppe - die Einführung des Open-Social-Standards offiziell bestätigt.

Applikationen einbinden

Ab sofort sind Programmierer dazu aufgerufen, jegliche Art von Applikationen für das Netzwerk zu gestalten und die Plattform dadurch zu bereichern. Während das für die Nutzer ein breiteres Unterhaltungsangebot bedeutet, erschließen sich für die Betreiber neue Einnahmefelder. Zum Auftakt der Open-Social-Ära veranstaltet das Netzwerk eine "OpenSocial Geek Night" in Berlin, auf der die wichtigsten Fragen für Entwickler beantwortet werden sollen.

Nervige Apps auf Facebook

Auf Facebook sind Applikationen jeglicher Art und zu jeglichem Thema längst Standard. Wenngleich sich manche Nutzer von der Flut an Anwendungen bereits gestört fühlen, bringen die Apps einerseits mehr Abwechslung in das Netzwerk, vor allem aber auch einen Vorteil für die Betreiber. Facebook stellt de facto keine Regeln auf, wie eine Anwendung auszusehen oder nicht auszusehen hat, verdient dafür aber an jeder Applikation seinen Anteil mit.

Werbemöglichkeiten

Für die Netzwerke ergeben sich so Einnahmemöglichkeiten, die das noch immer schwache Werbegeschäft auf den Plattformen zumindest ein wenig ausgleichen. "Die Werbebranche muss erst einmal mit dem Konsumenten, der sich in einem sozialen Gefüge befindet, klarkommen. Der Social-Media-User wird zunehmend resistent im Bezug auf Werbeformen aus dem Bereich Web 1.0", meint Social-Meida-Experte David Nelles von der Beratungsfirma virtual identity. Im Werbeumfeld 2.0 sei nicht der Klick wichtig, sondern der Nutzer stehe im Mittelpunkt. (pte)

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