Bestmögliche Warnung vor Waldbränden

19. August 2009, 14:53
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In einem EU-Projekt wird ein neues Warnsystem vor Waldbränden entwickelt

Wien - Wissenschafter erwarten durch den Klimawandel mittel- und langfristig mehr Waldbrände. Wissenschafter aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Slowenien und Österreich haben daher das EU Projekt "Alpine Forest Fire Warning System" (ALP FFIRS) gestartet. Unter Einbeziehung möglichst aller Faktoren soll das System unter anderem bessere Risikoeinschätzungen und auch vorbeugende Maßnahmen ermöglichen. Für Österreich nehmen die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) teil.

Große Waldbrände wie 2002 in Kärnten oder 2003 in Oberösterreich seien in Österreich zwar die Ausnahme, in Zukunft könnte sich das aber ändern, ist Boku-Professor Harald Vacik überzeugt. Durch die zu beobachtende Klimaerwärmung erwarten die Wissenschafter eine Zunahme von Trockenperioden und damit auch von Waldbränden.

Häufigkeit, Verteilung und die Gefahr

Im Rahmen des Vorhabens untersuchen ZAMG und BOKU derzeit Häufigkeit, Verteilung und die Gefahr von Waldbränden in Österreich. In Abhängigkeit von Vegetation, Klima und menschlichem Einfluss soll das Auftreten und Verhalten von Waldbränden in gefährdeten Waldökosystemen modellhaft beschreiben werden. "Das nationale Ziel von ALP FFIRS ist es, Waldbrände besser und genauer vorherzusagen, um den Feuerwehren eine gute Grundlage für die Einsatzplanung zu gewährleisten", so die Experten. Dazu soll ein den Alpenraum umspannendes Warnsystem implementiert werden, welches das aktuelle Wettergeschehen, die vorhandene Vegetation und sozioökonomische Faktoren berücksichtigt. Durch die Kooperation mit den Partnerländern könne ein methodisch abgestimmtes Vorgehen gewährleistet werden. (red, APA) 

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