Vom "Lobaufetzerl" bis zum Oben-ohne-Trend

19. August 2009, 15:56
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    reuters/simon emmett

    Der Bikini wurde 1946 von einem französischen Modedesigner erfunden und erfreute sich auch in Wien bald großer Beliebtheit

Bademode spiegelte in Wien auch immer die Gesellschaft wider

Zu körperbetont, zu wenig Stoff, zu klein: Bademode sorgte in der Stadt immer für Diskussionen. Im 19. Jahrhundert ging es in Wien noch züchtig und unbequem zu. Vor allem Frauen mussten sich diversen Strapazen unterziehen, wenn sie, etwa am Donaukanal, schwimmen wollten. Damit der Wasserauftrieb die Beine nicht freigab, griffen sie zu drastischen Hilfsmitteln: An den Baderöcken wurden Gewichte angebracht.

Erst um 1900 änderte sich die Bademode - Badeanstalten und Strände wurden zu Laufstegen aktueller Körperästhetik. Eine wichtige Rolle spielten dabei die AnhängerInnen der Lebensreform, zu denen in Wien etwa Florian Berndl, der Gründer des Gänsehäufels, zählte. "Licht, Luft, Sonne" hieß das Kontrastprogramm zu verschlossener Badekleidung und bald waren die ersten Nacktbader an der Donau und in der Aulandschaft der Lobau unterwegs. Um die Polizeikontrollen in den 30er-Jahren zu umgehen, wurde das so genannte "Lobaufetzerl" entworfen: Mit einem schlichten Stück Stoff wurde zumindest notdürftig das eigene Geschlecht verdeckt.

"Oben ohne" in Wien

Mit Erfindung des Bikinis im Jahr 1946 durch den französischen Designer Louis Renard änderte sich die Damenmode noch einmal grundlegend: Der einteilige Badeanzug, bislang für Frauen die Badebekleidung schlechthin, wurde dadurch zur weniger genutzten Alternative. In den frühern 80er-Jahren fiel dann auch der Oberteil des Bikinis in den Wiener Bädern. Die "Oben ohne"-Bewegung kam ursprünglich aus Frankreich und sorgte für Gesprächsstoff bei den WienerInnen.

Ausgangspunkt der Wiener "Oben ohne"-Bewegung war das 1923 eröffnete Krapfenwaldl in Döbling. Wiens Bäderverwaltung reagierte damals recht pragmatisch: Mittels affichierten Plakaten konnte man sich informieren, wo man als Frau in Wien "Oben ohne" gehen konnte. So gesehen sind gegenwärtige Diskussionen über Badetextilien bei Frauen und Männern eigentlich gar nicht so neu. Mittlerweile ist erlaubt was gefällt. So besagt etwa die Badeordnung in Wien, dass saubere, übliche Badebekleidung zu tragen ist. Der Laufsteg "Bad" funktioniert noch immer. (red)                            

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Posting 1 bis 25 von 36
1 2
linkslinker gutmensch
00
2.10.2009, 10:14

Also wenn in Wien über ein wiener Bad gesprochen wird und dort sind Nacktbader unterwegs, würde ich bitten den fachmenschisch und politisch korrekten Begriff zu verwenden:

NACKERPATZLN

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
24.8.2009, 12:55
Das mit dem Einteiler stimmt so nicht:

Es gab schon seit den 1930ern Zweiteiler, die aber insbesonder nach vorne zu am Baucherl recht umfänglich waren.
Renards Erfindung bestand darin, den Nabel freizulegen, was tatsächlich >>unerhört<< war, damals...

Martina77
00
21.8.2009, 10:51
heutige Bademode

die heutige Bademode ist schon ganz komisch. Das Schnürl der Frauen im A. wird auch immer schmäler und viele Männer haben lange, wallende Badehosen an, die fast bis zum Knöchel gehen........

Dingsbums1
13
20.8.2009, 14:04
Mittlerweile ist erlaubt was gefällt?

Man kann doch inzwischen schon fast von einer fixen Regel ausgehen: je unansehnlicher, desto nackter. (war nicht immer so)

Mir gefallen daher die vielen barbusigen "Damen" überhaupt nicht. Wird das jetzt deswegen verboten? ;-)

geniusgenitalis
00
20.8.2009, 13:54

hat jemand einen link zu dem bild in besserer quali???

natoll
00
20.8.2009, 10:54

jö, ist das die laetitia. nett.

NoComment
01
20.8.2009, 12:47

na, die hast "photoshop". aber sexy ist das kunstwerk am bild trotzdem ;-)

Ouro Prêto
22
20.8.2009, 10:16
richtig gschmackig beim FKK wirds erst

wenn die alle nackert und ohne Handtuch zum Mittagessen ins Strandrestaurant gehen. Und sich so auf die Sessel setzen... pfuaaaghhgag igggit

NoComment
10
20.8.2009, 12:47

schlimmer find ich, wenn ich mit dem radl vorbeifahr und sich einer, mit dem rücken zu mir, runterbückt.

Wennso Weitergeht...
10
20.8.2009, 13:29
ja das wär ja alles nicht so schlimm

aber FKK hab ich noch nimeanden unter 40 gesehen (die meisten sind überhaupt über 60)
Können meinetwegen gern alle nackert rumrennen aber dann bitte solln sie sich nicht noch für fesch halten..

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
24.8.2009, 12:51
Der große Telemax hat einmal über die vollkommene Unerotik des FKK geschrieben:

Die Kathoden sind trocken, und die Anoden baumeln schlaff im Winde.

Balsamessig
00

was sind kat-hoden?

der tron
 
02
20.8.2009, 14:25

Um das beurteilen zu können, müssten sie ja wohl selbst dem FKK fröhnen, oder wie? Außer sie gehören zur Spannerfraktion, aber das will ich ihnen natürlich nicht unterstellen! ;o)
Also ich bin mittlerweile 38 und bin seit 10 Jahren eher/lieber FKK-Bader (hat seine Vorteile - kein leuchtend weißer Hintern, keine nassen Badehosen, etc.)!
Zum ihrem zweiten Argument: Von mir aus können die meisten Leute (egal ob bauchfreie Megatonnen oder modisch Befreite im Sackbauer-Sommeroutfit) auch auf der Mariahilfer Strasse rumrennen, aber dann bitte sollen sie sich nicht noch für fesch halten...

NoComment
11
20.8.2009, 13:38

ich schau auch einem unter-40-jährigen ungern auf die rosette ;-)

Nathaniel Winerib
255
19.8.2009, 23:59
FKK ist abstoßend

Ich bin unlängst auf der Donauinsel am FKK Strand vorbeigeradelt. So etwas unästhetisches habe ich schon lange nicht mehr gesehen: Adipöse Frauen, eingeölte und blankrasierte Männer, Senioren beider Geschlechts. Da lob ich mir die prä1900 Bekleidungsvorschriften.

farbrauschen
00
2.10.2009, 00:01
hat dir ja kein mensch angeschafft, dort hinzufahren

und andere leute anzuglotzen.
wo simma denn!

und:
wieso bist du da überhaupt hingefahren?
wolltest spannen und dann ist es nicht gelungen?

von mir aus dürfen leute auch alt werden und müssen sich trotzdem nicht verstecken.
sie dürfen trotzdem sonne genießen, und pudelnackt und braungebrannt herumlaufen.
und sie dürfen glatzen kriegen, falten werfen, speckwutzeln haben, wie sie wollen, wenn sie es gesundheitlich vertragen.
wer sich das leben schön macht, ist meist gutmütig und vergnügt.
von solchen gibt es ohnehin zu wenig


und noch etwas:
grad so ästhetikpolizisten wie du haben erfahrungsgemäß selber recht oft mängel an körper, seele oder geist aufzuweisen, die immer gekoppelt sind mit stark eingeschränkter selbstwahrnehmungsfähigkeit

RS69
 
00

Der ewige Frust des Spanners - er bekommt nicht, was er will. *lol*

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
24.8.2009, 12:52
Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Deren Gegenteil ebenso.

Mirstetta Toni
01
21.8.2009, 12:59

sie könnten sich aber auch darüber freuen, dass dort ein paar leute friedlich, ohne jemanden etwas zu tun, miteinander auskommen.

der tron
 
05
20.8.2009, 14:27
Hmmm...

...sie sind dort natürlich nur vorbeigeradelt, weil sie einen dringenden geschäftlichen Termin im Ölhafen Lobau hatten, oder?

E_Rybin
02
20.8.2009, 14:13
In Saudi-Arabien werden Deine ästhetischen Bedürfnisse sicher befriedigt

Dingsbums1
00
20.8.2009, 14:06
ganz meine Meinung

abstoßend, widerlich,

wenn man Rauchen in Lokalen verbietet, muss man das erst recht verbieten, weil es ausgrenzt ...

nukularteilchen
00
20.8.2009, 12:19

Tiere laufen auch nackert rum und keiner regt sich auf.

mkirni
 
18
20.8.2009, 11:41
Aber hingegafft haben`s schon, gelle...

...denn man könnte ja auch oben am Damm fahren, wo man kaum Nackte sieht; aber da ist es halt nicht so interessant.

maverick
14
20.8.2009, 11:31
tja...

so ist das spannerleben eben... wenn sie das nicht sehen wollen, dann müssen sie sich eben einen anderen ort für ihre "peeping tom" ausflüge suchen

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