Die italienische Autorin und Übersetzerin galt als Muse der Beat-Generation
Rom - Sie galt als eine europäische Muse der Beat-Generation, kannte Ernest Hemingway und macht Amerikas Erzählkunst in Italien bekannt. Im Alter von 92 Jahren ist am Dienstag die Autorin, Journalistin und Übersetzerin Fernanda Pivano in Mailand gestorben, berichtete der "Corriere della Sera" am Mittwoch.
Pivano sei die "größere Schwester" von Jack Kerouac und Allen Ginsberg gewesen, die als herausragende Vertreter der Literatur der Beat-Generation gelten, so die Zeitung, für die Pivano auch geschrieben hatte. Die aus Genua stammende Autorin veröffentlichte mehrere Bücher und betreute auch die Übersetzung des gesamten Hemingway-Werkes ins Italienische.
Die Vermittlungsarbeit von Pivano, in Italien auch durch Artikel über Bob Dylan und andere Popmusikthemen bekannt, überspannte tatsächlich mehrere Schriftstellergenerationen, reichend von denen der 20er Jahre - wie F. Scott Fitzgerald, Dorothy Parker oder William Faulkner - über die der 60er - wie Ginsberg, Kerouac, William S. Burroughs, Gregory Corso oder Lawrence Ferlinghetti - bis zu Zeitgenossen wie Jay McInerney, Bret Easton Ellis, David Foster Wallace, Chuck Palahniuk oder Jonathan Safran Foer. (APA/red)