Mögliche Linderung von MS-Symptomen

20. August 2009, 12:28
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Laborversuche mit Mäusen: Mittel gegen Bluthochdruck könnte MS-Symptome vermindern

Washington - Laut einer US-Studie könnte ein gegen Bluthochdruck eingesetztes Mittel die Symptome der chronischen Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) lindern. In Laborversuchen hätten Mäuse mit Hirnschädigungen vergleichbar denen bei MS nach einer Behandlung keine Lähmungserscheinungen gezeigt, teilten die ForscherInnen der Universität Stanford im US-Bundesstaat Kalifornien mit.

Ferner verminderten sich demnach die Lähmungen bei Mäusen, denen das Mittel Prinivil erst im fortgeschrittenen Stadium verabreicht wurde. Das Medikament fördert demnach auch eine Vermehrung von T-Helferzellen, welche die Immunreaktion des Körpers steuern.

Beindruckt von den Ergebnissen

Der Leiter der Studie, Lawrence Steinman, zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen der Untersuchung, die am Montag im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Science (PNAS)" veröffentlicht wurden. Allerdings sei noch umfangreiche klinische Forschung erforderlich, betonte Steinman. Sollte das vom US-Pharmakonzern Merck entwickelte Medikament beim Menschen anschlagen, könnte dies nach Ansicht von ExpertInnen auch die Kosten der Behandlung von MS deutlich verringern.

Die Multiple Sklerose gilt als nicht heilbar und ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die unter anderem auch zu Erblindung führen kann. (red, APA)

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