Bingo! Microsoft schließt (langsam) zu Google auf

19. August 2009, 09:23
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"American Consumer Satisfaction Index" der Universität Michigan zeigt, dass Benutzer mit Google am zufriedensten waren

Bing, die jüngste Inkarnation der Microsoft-Suchmaschine (davor Live Search), holt im Wettrennen mit Suchmaschinen-Champ Google auf. Allerdings nur langsam: Im Juli hatte Bing einen Marktanteil von 8,9 Prozent, im Juni 8,4 und im Mai acht Prozent. Google und Yahoo (künftig mit Bing-Suche) verloren um drei Prozent auf 64,7 Prozent für Google und 19,3 Prozent für Yahoo - US-Daten, von ComScore erhoben.

Nutzer mit Google am zufriedensten

Gleichzeitig zeigte der "American Consumer Satisfaction Index" der Universität Michigan, dass Benutzer mit Google am zufriedensten waren (86 von 100 Punkten), vor Yahoo (77) und Microsoft (75). Diese Bewertung wurde jedoch erstellt, bevor sich die Microsoft-Suche als Bing neu erfand und bevor Microsoft seinen Deal mit Yahoo bekanntgab. Allerdings ist zum Erfolg die Zufriedenheit der Benutzer nicht unbedingt Voraussetzung: 2007 schnitt Yahoo dabei besser ab als Google, was sich aber an den Marktanteilen nicht spiegelte, wo Google vorne lag.

Google wird intensiver genutzt

Der Abstand zwischen Google und Microsoft-Yahoo ist aber möglicherweise kleiner als auf den ersten Blick zu sehen: Die "Penetration" (Verbreitung) bei Onlinebenutzern von Google liegt laut ComScore bei 84 Prozent, die gemeinsame der Konkurrenz immerhin bei 73 Prozent. Der Unterschied zu Marktanteilen: Google wird von seinen Usern wesentlich intensiver genutzt, kommt daher auf mehr individuelle Suchvorgänge. (spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 19.8.2009)

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