Opel-Interessenten sollen mehr Eigenkapital einbringen

19. August 2009, 08:53
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Hamburg - Die Opel-Interessenten Magna und RHJI sollen laut einem Zeitungsbericht im Falle eines Einstiegs bei dem deutschen Autobauer mehr Eigenkapital riskieren. Bedingung für eine staatliche Absicherung des Geschäfts sei eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent gemessen an den beantragten Bürgschaften, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Nach den bisher vorliegenden Angeboten erfüllten allerdings weder Magna noch RHJ die Vorgabe.

"Da werden sie noch einmal nachbessern müssen", sagte dem Bericht zufolge eine an den Verhandlungen beteiligte Person. Allerdings herrsche Optimismus, dass in diesem Punkt zügig Fortschritte erzielt würden. "Es ist legitim, auch mal Druck zu machen", hieß es. Bisher habe der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) die Verhandlungen mit den Bietern geführt, die Eigenkapitalausstattung sei dabei nachrangig gewesen. Jetzt müssten Bund und Länder ihre Interessen einbringen.

Der Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sagte der "FTD", er wisse nichts von der Forderung nach einer höheren Eigenkapitalquote, halte sie aber für realistisch. "Jeder Investor, der mit einem höheren Maß an Eigenkapital einsteigt, zeigt, dass er es ernst meint", sagte er.

RHJI hat dem Bericht zufolge bisher offiziell 275 Millionen Euro Eigenkapital angeboten und Bürgschaften von Bund und Ländern in einer Höhe von 3,8 Milliarden Euro gefordert. Allerdings hieß es zuletzt, der Investor wolle mit deutlich weniger Bürgschaften auskommen. In RHJI-Kreisen hieß es laut "FTD", das Unternehmen sei "zuversichtlich, das Kriterium zu erfüllen". Auch aus Magna-Kreisen verlautete demnach, die Zehn-Prozent-Hürde sei "keine unerfüllbare Bedingung". (APA)

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