Mozart starb an einer Halsentzündung

18. August 2009, 19:20
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Umfangreiche Studie nimmt bakterielle Infektion als Ursache für den Tod des 35-jährigen Komponisten an

New York/Wien - Viel wurde bereits über die Ursache für Wolfgang Amadeus Mozarts Tod spekuliert. Experten gaben in der Vergangenheit einer Vergiftung, der Syphilis, der Behandlung mit Quecksilbersalzen oder einer Trichinen-Infektion durch den Genuss von nicht durchgebratenem Schweinefleisch die Schuld am Hinscheiden des Komponisten. Nun meinen Wissenschafter zu wissen, was Mozart tatsächlich das Leben gekostet haben könnte: Der 35-Jährige sei einer Halsentzündung durch Streptokokken bzw. ihren Folgen erlegen, so die These.

Das niederländisches Forscherteam kommt in der bisher umfangreichsten Studie zu diesem Thema zu dem Ergebnis, dass Mozart offenbar an einer damals in Wien grassierenden Angina gelitten hatte. Die Studie ist in dem Fachblatt Annals of Internal Medicine (Bd. 151, Ausgabe 4, S. 274-278) veröffentlicht. Darin heißt es, dass alle Krankheitssymptome, die die Schwägerin des Komponisten zu Papier brachte, mit denen einer bakteriellen Halsentzündung und ihren möglichen Folgeerscheinungen übereinstimmt. (red/APA)

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    Das Portät eines unbekannten Künstlers aus dem Jahr 1768 soll den jungen Mozart zeigen. Niederländische Wissenschafter glauben eine bakterielle Halsinfektion sei für den Tod des Komponisten verantwortlich.

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