Mantel des Propheten Mohammed zuschanden gebügelt?

18. August 2009, 16:29
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Türkische Medien berichten von Beschädigung des 1.400 Jahre alten Gewandes - Behörden dementieren Bügeln als Ursache

Istanbul - Regelmäßiges Bügeln soll in Istanbul eine wertvolle islamische Reliquie schwer beeinträchtigt haben. Der 1.400 Jahre alte Mantel des Propheten Mohammed sei durch falsche Pflege gerissen, berichteten mehrere türkischen Medien. Das Gewand sei in den letzten sieben Jahren täglich gebügelt worden. Die Behörden widersprachen dieser Darstellung, bestätigten aber die Schäden an dem Stoff.

Seit vielen Jahrhunderten wird das rund 1,20 Meter lange Kleidungsstück aus Kamelhaarwolle von einer einzigen Familie gehütet. Inzwischen ist bereits die 57. Generation mit der Obsorge über die Reliquie betraut. Das Gewand "Hirka i-Serif" war im 17. Jahrhundert von den Osmanen nach Istanbul gebracht worden. Es wird in einer Moschee im Stadtteil Fatih im europäischen Teil der Metropole aufbewahrt und traditionell den Gläubigen zum Auftakt des Ramadan gezeigt, der am kommenden Freitag beginnt.

Falten

Dieses Mal werde das Gewand aber unter Verschluss bleiben, zitierten Medien die zuständigen Istanbuler Behörden. Es soll fachmännisch konserviert werden, um weitere Schäden zu verhindern. Dem Bericht zufolge entstanden die Risse nicht durch regelmäßiges Bügeln, sondern durch das Falten des Gewands.

Als ehemalige Hauptstadt des Osmanischen Reiches ist Istanbul bis heute Aufbewahrungsort für viele islamische Reliquien. Im Topkapi-Palast, dem früheren Herrschersitz der Osmanen, sind unter anderem Waffen Mohammeds und auch Barthaare des Propheten zu sehen. (red/APA)

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    Der heilige Mantel des Propheten Mohammed in Istanbul hat Schäden erlitten; dass diese durch regelmäßiges Bügeln entstanden sind, dementieren die Behörden allerdings.

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