Von wegen Krise im Kleiderschrank

18. August 2009, 16:39
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Mehr als die Hälfte der Befragten legt Wert darauf, stylish durch die Krise zu wandeln

Wien - Die Krise hat vor dem Kleiderschrank der ÖsterreicherInnen bisher haltgemacht. Bei 73 Prozent der Befragten einer Studie im Auftrag von ebay.at hatten die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft noch keine Auswirkungen auf ihre Ausgaben für Modeartikel. Mehr als die Hälfte interessiert sich gleich stark oder sogar noch stärker für trendige Outfits. 28 Prozent wollen aber künftige ihre Ausgaben kritischer unter die Lupe nehmen.

Rund 800 Euro Ausgaben für Mode im Jahr

Frauen zeigen sich in finanziellen Dingen vorsichtiger als Männer: 32 Prozent der Frauen, aber nur 22 Prozent der Männer geben weniger für Lifestyle aus als vor der Krise. In konkreten Zahlen lassen die ÖsterreicherInnen im Durchschnitt rund 834 Euro pro Jahr für Mode und Accessoires über den Ladentisch wandern. Männer zeigen sich in Modedingen spendabler als weibliche Shopper (862 Euro Ausgaben bei Männern versus 808 Euro Ausgaben bei Frauen). Jeder Vierte, und damit die größte Gruppe der Befragten, gibt jährlich zwischen 500 und 1.000 Euro für Mode aus, 18 Prozent sogar über 1.000 Euro.

Schlussverkauf & Schnäppchenjagd

Bei der Investition des jeweiligen Modebudgets waltet doch eine neue Sorgfalt: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten überlegen heute vor dem Kauf länger, ob sie ein Stück auch wirklich tragen werden, 51 Prozent erstehen ihre Kleider verstärkt im Schlussverkauf, 48 Prozent gehen häufiger als früher auf Schnäppchenjagd und 26 Prozent geben sich weniger markenbewusst als in Vorkrisen-Zeiten.

Alte Sachen aufpeppen

Mehr als der Hälfte der Befragten (52 Prozent) legt Wert darauf, stylish durch die Krise zu wandeln. Die Grundregeln des "Krisenchic": Ein Fünftel (20 Prozent) motzt teure Basics mit richtig günstigen Sachen auf, 16 Prozent peppen ältere Sachen mit modischen Accessoires auf. Interessantes geschlechterspezifisches Detail: Bei den weiblichen Studienteilnehmern tauschen zwölf Prozent ihre Sachen mit Freundinnen, das erweitert die Palette beträchtlich. Hingegen können sich diesen Schachzug nur sechs Prozent der Männer vorstellen. (APA)

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    Ein Fünftel der Befragten motzt teure Basics mit richtig günstigen Sachen auf, 16 Prozent peppen ältere Sachen mit modischen Accessoires auf.

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