Kriegsverbrechertribunal braucht Spenden

18. August 2009, 11:24
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Sonst kann Verfahren gegen Ex-Präsidenten Taylor nicht abgeschlossen werden - Taylor muss sich wegen Folter und der Rekrutierung von Kindersoldaten verantworten

Freetown - Das von den Vereinten Nationen unterstützte Kriegsverbrechertribunal in Sierra Leone hat erneut um Spenden gebeten, um seine Arbeit in diesem Jahr fortsetzen zu können. Die Unterstützung werde gebraucht, um das Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten des Nachbarlandes Liberia, Charles Taylor, in Den Haag abzuschließen und um Anhörungen von Rebellen in Sierra Leone zu finanzieren, sagte Gerichtssprecher Peter Andersen am Montag.

Die USA und Großbritannien suchten nach Möglichkeiten, um dem Tribunal früher als vorgesehen Geld zukommen zu lassen, sagte Andersen. In dem Bürgerkrieg in Sierra Leone von 1991 bis 2002 wurden Schätzungen zufolge eine halbe Million Menschen Opfer von Morden, systematischen Verstümmelungen, Vergewaltigungen und anderen Gräueltaten. Taylor muss sich unter anderem wegen Folter und der Rekrutierung von Kindersoldaten vor dem Sondergericht verantworten. (APA/AP)

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