Schüler nützen Aufstiegsklausel als Chance

18. August 2009, 11:38
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Vier Fünftel schaffen die nächste Klasse, in die sie mit Hilfe der Aufstiegsklausel gekommen waren

Wien - Rund 12.000 Schüler können pro Schuljahr trotz "Nicht Genügend" in die nächst höhere Klasse aufsteigen. Und viele davon nutzen offensichtlich die ihnen damit gebotene Chance: Nur jeder fünfte Schüler, der von der Aufstiegsklausel profitierte, musste die nächste Klasse wiederholen, vier Fünftel schafften die nächste Klasse, wie aus Daten der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ von Unterrichtsministern Claudia Schmied (SPÖ) hervorgeht.

Im Schuljahr 2006/07 waren insgesamt 41.274 Schüler nicht aufstiegsberechtigt. Davon waren zuvor 2.604 bzw. 6,3 Prozent trotz eines "Flecks" in das Schuljahr 2006/07 aufgestiegen, hatten also Gebrauch von der sogenannten Aufstiegsklausel gemacht. Diese 2.604 Schüler stellen nur rund ein Fünftel der rund 11.800 Schüler, die im Schuljahr 2005/06 berechtigt waren, mit einem Fünfer in die nächste Klasse aufzusteigen. Ganz exakt lässt sich ihr Anteil aber nicht angeben, weil von den 11.800 "Klausel-Schülern" auch einige die Schulausbildung abgebrochen haben könnten.

Laut Schulunterrichtsgesetz können Schüler auch mit einem "Nicht genügend" in einem Pflichtgegenstand zum Aufsteigen berechtigt sein. Entscheidend dafür ist ein Beschluss der Klassenkonferenz, in der die Lehrer unter Vorsitz des Klassenvorstandes über die Beurteilung der einzelnen Schüler beraten. Voraussetzung ist weiters, dass der betreffende Gegenstand nicht schon im Schuljahr zuvor mit "Nicht Genügend" beurteilt wurde und in einer höheren Schulstufe auch im Lehrplan vorgesehen ist. (APA)

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    Wer mit einem Fünfer aufsteigen darf, der bemüht sich im nächsten Jahr umso mehr.

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