Binder+Co hielt sich wacker

18. August 2009, 10:46
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Steirischer Anlagenbauer konnte Ergebnis und Umsatz beinahe halten - 2010 könnte aber wirtschaftlich schwieriger werden

Wien - Trotz Wirtschaftskrise hat der börsenotierte steirische Maschinen- und Anlagenbauer Binder+Co den Umsatz und das Ergebnis im 1. Halbjahr annähernd halten können, warnt aber davor, dass das Jahr 2010 wirtschaftlich schwächer ausfallen könnte. Die Halbjahresumsätze verringerten sich nur leicht auf 30,1 (31,5) Mio. Euro, ebenso ging das Periodenergebnis mit 1,97 (2,08) Mio. Euro kaum zurück. Operativ (EBIT) erzielte man bis Juni 2,62 (2,76) Mio. Euro.

Der Auftragseingang lag im Halbjahr mit 24 Mio. Euro zwar klar unter dem Rekordwert von 2008 - 52 Mio. Euro von Jänner bis Juni -, aber etwa auf dem guten Niveau von 2007 (24,7 Mio.). Die Auslastung der Eigenkapazitäten im 3. Quartal sei mit den vorliegenden Auftragseingängen "jedenfalls sichergestellt", erklärte Binder+Co am Dienstag anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen.

"Solider Auftragspolster"

Auch 2009 werde man bei Umsatz und Ergebnis angesichts des soliden Auftragspolsters aus 2008 an das gute Vorjahresniveau anschließen können, heißt es im Ausblick: "Das Geschäftsjahr 2010 könnte jedoch aus aktueller Sicht wirtschaftlich schwächer ausfallen." Zwar schlage die Wirtschaftskrise bisher nicht auf das Einzelmaschinengeschäft durch, sie dämpfe aber das großvolumige Systemgeschäft. Dies werde jedenfalls Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung haben.

Im 1. Halbjahr 2009 erzielte Binder 89 (Vorjahr 85) Prozent der Umsätze im Export. Dabei stellte EU-Europa (ohne Österreich) mit 30 Prozent den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von Amerika mit 22 Prozent, Asien/Australien mit 18 Prozent, Osteuropa mit 12 und Afrika mit 6 Prozent. Binder ist spezialisiert auf Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnik und Eigenangaben zufolge Weltmarktführer bei Siebtechnik und Glasrecycling. Ende Juni zählte man 247 Mitarbeiter, um fünf weniger als Ende 2008.

Größter Aktionär der Binder+Co AG ist (Stand Ende Juli d.J.) die AvW Gruppe AG mit 29,2 Prozent. Je 14,0 Prozent gehören der Herbert Liaunig Privatstiftung sowie der Albona Privatstiftung (Familie Gerhard Heldmann), die beide von früher je 10 Prozent aufgestockt hatten. 13,2 Prozent gehörten zuletzt der grosso holding GesmbH. (von Erhard Grossnigg), und nur noch 29,6 Prozent - früher 37,6 Prozent - stehen im Streubesitz. Im Aufsichtsrat von Binder sitzen u.a. Liaunig, Grossnigg, Heldmann sowie Wolfgang Auer von Welsbach. (APA)

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