Größter Kreditkartenbetrug aller Zeiten aufgedeckt

18. August 2009, 14:02
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Verdächtigt wird 28-Jähriger ehemaliger Informant des Secret Service - Soll Daten von 170 Millionen Kreditkarten gestohlen haben

Ein ehemaliger Informant des Secret Service ist in den USA offenbar für den bisher größten Fall von Datendiebstahl verantwortlich. Er soll die Daten von insgesamt mehr als 170 Millionen Kredit- und Debitkarten gestohlen haben, um sie dann weiterzuverkaufen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen den 28-jährigen Albert G. erhoben. Sie wirft ihm vor, 130 Millionen Kreditkartenkonten ausspioniert haben. Zuvor war ihm der Diebstahl von 40 Millionen Kreditkartendaten zur Last gelegt worden.

G., der online unter dem Namen "soupnazi" bekannt war, drohen bei einer Verurteilung bis 20 Jahre Haft. Er muss sich schon wegen eines anderen Computerverbrechens verantworten. Er muss sich im kommenden Monat im Staat New York vor Gericht verantworten, weil er am Einbruch in das Rechnersystem der Restaurantkette Dave and Buster's beteiligt gewesen sein soll.

Verdächtiger arbeitete für den Secret Service

Die Staatsanwaltschaft in New Jersey wirft dem 28-Jährigen nun auch noch vor, als Hacker gemeinsam mit zwei Komplizen aus Russland in die Systeme von Einzelhandelsunternehmen eingedrungen zu sein. Dabei sollen sie Schadprogramme installiert haben, die ihnen den Zugriff auf die Daten ermöglichten. Ziel sei gewesen, diese weiterzuverkaufen.

Der Verdächtige, der wegen des Falls aus dem vergangenen Jahr bereits in Untersuchungshaft sitzt arbeitete nach Behördenangaben früher für den Secret Service, der für den Schutz des US-Präsidenten und Ermittlungen in Finanzfällen zuständig ist. Dort half er bei der Fahndung nach Hackern. Später stellte sich dann heraus, dass er auch mit Straftätern zusammengearbeitet hat und ihnen in mindestens einem Fall auch Informationen über Ermittlungen zukommen ließ.

Der Tatzeitraum umfasst die Spanne zwischen August 2007 und Juni 2008, teilte die Kredit- und Bankomatkartengesellschaft PayLife mit. Es sei kein österreichischer Kartenbesitzer dabei zu Schaden gekommen, so PayLife und das Bundeskriminalamt. (APA)

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