Krida-Prozess gegen Mirko Kovats eingestellt

17. August 2009, 20:34
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Staatsanwaltschaft zieht Anklage gegen den A-Tec-Chef wegen Diskopleite in der SCS zurück

Wien- Das Verfahren gegen A-Tec-Chef Mirko Kovats und zwei Mitangeklagten, denen betrügerische Krida im Zusammenhang mit der Pleite einer Diskothek in der Shopping City Süd vorgerworfen worden war, ist eingestellt worden. Dies berichtet die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer Dienstagausgabe. Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Anklage zurückgezogen, das Verfahren wird eingestellt, bestätigte ein Sprecher der Behörde der Zeitung.

Die Causa drehte sich um die Diskothek "A2 Südpol" in der SCS, die Mitte 1999 Konkurs anmelden musste. Die Anklage hatte den Angeklagten vorgeworfen, der Betreibergesellschaft Mieten und Betriebskosten nicht in Rechnung gestellt und mit dem vorsätzlich herbeigeführten Konkurs die SCS, die Erste Bank und eine Leasingfirma geschädigt zu haben. Die drei Angeklagten haben stets jede Schuld von sich gewiesen.

Das Verfahren kam vor fast genau zwei Jahren in Gang. Wegen der A-Tec-Vorstöße in den deutschen Kupfermarkt hatten sich zeitweilig sogar deutsche Medien für den Prozess interessiert.

Die Einstellung des Prozesses erfolgte nach einer Expertise des aus dem Bawag-Prozess bekannten Gutachters Thomas Keppert, der die Analyse des Gerichtsgutachters "zerlegt" haben, wie die "Presse" meint. Dass Kovats und seine Mitangeklagten nicht auf die Bezahlung von Mieten bestanden hätten, liege daran, dass die Forderungen nicht mehr einbringlich gewesen seien und nicht an vorsätzlichen illegalen Handlungen bzw. Unterlassungen des Managertrios. (APA)

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