Wetterschäden belasten Gemeindekassen

17. August 2009, 18:09

Straßen und Kanalisation sind nicht versicherbar – Raschere Hilfe gefordert

Wien - Weggespülte Straßen, abgetragene Schuldächer, schwere Hagelschäden an Fassaden - für viele österreichische Gemeinden stellen die diesjährigen Unwetter eine weitere Belastung der ohnehin meist angespannten Finanzen dar.

"Die Unwetterschäden, die heuer an gemeindeeigenen Einrichtungen entstanden sind, liegen zwischen 80 und 100 Millionen Euro" , sagt Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer. Rund die Hälfte der Schadenssumme würde durch Versicherungen und den Katastrophenfonds abgedeckt, 40 bis 50 Millionen Euro müssten die Gemeinden selbst aufbringen. Das Hauptproblem der Kommunen: Straßen und Kanalisation sind nicht versicherbar. Die Schäden an Gebäuden werden zwar von den Versicherungen abgedeckt, allerdings können sich die meisten Gemeinden keine teure Neuwertversicherung leisten. Das heißt, je älter und je weniger ein Gebäude ist, umso geringer ist die ausbezahlte Versicherungssumme. "Andere Projekte müssen eben warten" , sagt Mödlhammer.

Stress vor Schulbeginn

Zumal es sich meist um Schäden handelt, deren Sanierung nicht aufgeschoben werden kann, etwa an Brücken oder Straßen. Auch der Schulbeginn in drei Wochen kann Gemeinden ordentliche unter Zeitdruck bringen. Im südburgenländischen Strem, das vom Juni-Hochwasser besonders betroffen war, stand das Wasser in der Schule 20 Zentimeter hoch, schildert Bürgermeister Bernhard Deutsch (VP). "Allein an der Schule haben wir 90.000 Euro Schaden." Doch es werde sich ausgehen, dass die Kinder ab September wieder in ihre Schule können. Insgesamt liegt die Schadenshöhe in Strem bei rund 250.000 Euro. Geld, das die Gemeinde erst einmal vorstrecken muss. "Immerhin haben wir von einer Versicherung schon 10.000 Euro bekommen" , erzählt Deutsch.

Für viele Kommunen sei es finanziell kaum zu schaffen, dass sie die Reparaturen vorfinanzieren und oft monatelang auf die Zahlungen warten müssten, sagt Mödlhammer. "Es müsste möglich sein, alles schneller und einfacher abzuwickeln." (Bettina Fernsebner-Kokert/DER STANDARD-Printausgabe, 18.8.2009)

nbergmann
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tja klimaschutz wäre billiger gewesen

so wird die erkenntnis in 10-15 jahren aussehen, heute allerdings hält man die grünen für spinner - auch das war schon immer so, obwohl sie vor den veränderungen gewarnt haben..

Father in Motherboard
00
18.8.2009, 21:44
ach ja

die gemeinden werden schon einen weg finden um neue abgaben den bürgern aufs aug zu drücken

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