Steuersparen ganz einfach - mit UBS

17. August 2009, 17:58
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Gelder sollen angeblich über Anraten der Großbank über Hongkong, Cayman-Inseln und Liechtenstein in die Schweiz geflossen sein

Die US-Justizbehörden haben ein Geständnis eines UBS-Kunden veröffentlicht. Demnach hat die Schweizer Großbank zur Steuerhinterziehung eingeladen. Die USA dürften nun weitere Kontodaten erhalten.

Washington – Die USA erhöhen inmitten der Vergleichsverhandlungen mit der UBS den Druck auf die Schweizer Bank und veröffentlichen Details des Geständnisses eines Kunden. John McCarthy hatte am Freitag vor einem Gericht in Kalifornien erklärt, mit Hilfe der Schweizer Großbank über eine Million Dollar an den US-Steuerbehörden vorbeigeschleust zu haben. Eine "Zusammenfassung der Fakten" von McCarthys Schuldeingeständnis wurde auf der Website des zentralkalifornischen Bundesbezirksgerichts in Los Angeles veröffentlicht.

Demnach hatte McCarthy auf Anraten von UBS-Bankern bei der UBS ein Schweizer Konto eingerichtet, das auf den Namen einer Hongkonger Firma lautete. Bezugsberechtigter des Kontos war laut seinem Geständnis McCarthy selbst. "Die UBS wusste davon" , erklärte er dem Gericht. Das Schweizer Konto "wurde mithilfe eines Schweizer Anwalts eingerichtet, den die UBS-Vertreter McCarthy empfohlen haben" .

McCarthy habe mehr als ein Konto bei der UBS in der Schweiz unterhalten, hieß es. Die Gelder seien via Cayman-Islands in die Schweiz transferiert worden. Die UBS-Banker hätten ihm erklärt, viele ihrer amerikanischer Kunden würden auf diesem Wege Geld am Fiskus vorbei schleusen. Der kalifornische Geschäftsmann habe außerdem gestanden, er habe zwischen 2003 und 2008 regelmäßig persönlich, per Telefon, Fax sowie per E-Mail Kontakt zu UBS-Angestellten und zu seinem Schweizer Anwalt gehabt, um über seine Konten "zu diskutieren" .

Das Dokument, das der Vereinbarung angefügt wurde, mit der McCarthy auf schuldig plädierte, führt weiter aus, dass der Schweizer Anwalt eine weitere "Barriere" eingerichtet habe: Sie diene dazu, um dessen Identität vor den US-Behörden zu verbergen. Dabei handle es sich um eine "Stiftung in Liechtenstein, die von einer anderen Struktur wie einer Firma in Panama oder Hongkong kontrolliert werde".

Im Dokument wird behauptet, die Bank und der Schweizer Anwalt hätten McCarthy gar dazu angestiftet, weitere Gelder vor den US-Behörden zu verstecken. Der Anwalt habe seinen Klienten mehrfach davon überzeugt, seine Gelder nicht von den Schweizer UBS-Konten abzuziehen. Im Gegenteil, der Schweizer Anwalt habe McCarthy mit Schützenhilfe von UBS-Vertretern dazu gebracht, weitere Gelder aus den USA abzuziehen, heißt es.

Mit der Veröffentlichung der Details des Geständnisses setzen die USA die UBS weiter unter Druck. Erst am vergangenen Mittwoch hatten die Bank, die Schweiz und die US-Steuerbehörde einen Vergleich angekündigt, mit dem die UBS einen Prozess vor einem Bundesbezirksgericht in Florida abwenden konnten.

Laut NZZ am Sonntag sollen 5000 geheime Schweizer Konten offengelegt werden – ursprünglich verlangten die USA Einsicht in 52.000. Es gebe mehrere Kriterien für die Herausgabe der Bankdaten, darunter die Höhe der veranlagten Summen. (sda, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.8.2009)

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    Der Vergleich zwischen der UBSund der US-Justiz ist in Griff-weite, die Praktiken der Bank zur Steuervermeidung werden bereits veröffent-licht.

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