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Am Montag um sieben Uhr früh rollten die Busse der Wagenburg Baumgasse auf den Aspanggründen ein

Bis Dienstag nachmittag können sie hier bleiben - die Bundesimmobiliengesellschaft setzte eine Räumungsfrist
"Wenigstens einmal möchte ich hier schlafen", stöhnt Alexandra. Montag morgen kurz nach Tagesanbruch, "nach nur zwei Stunden Schlaf", waren sie und die anderen ZwischennutzerInnen der Freifläche in der Baumgasse mit ihren Wohnwägen hierher, auf die Aspanggründe gefahren. Wo in ein paar Jahren das Gewerbe- und Wohnzentrum "Eurogate" entstehen soll, sehen sie für sich günstige Bedingungen: "70.000 Quadratmeter Fläche, zentral gelegen, und keine Anrainer direkt daneben - das passt schon gut", sagt Wagenplatz-Bewohnerin Miriam. Der alte Standort bei der Baumgasse in Wien-Landstraße musste bis 20. August geräumt werden.
Doch die Hoffnung auf eine vorübergehende Bleibe währte nur kurz: Schon bald nach der Besetzung waren Vertreter der Bundesimmobiliengesellschaft BIG, welcher der Grund gehört, vor Ort, eine Besitzstörungsklage im Laufen. Bis Dienstag, 16 Uhr, hat die Gruppe nun Zeit, den Grund zu verlassen.
"Wir wollen dort niemanden"
Zwar stünden im Moment keine Bauarbeiten an. "Aber es scheitert an der Widmung", sagt BIG-Sprecher Ernst Eichinger zu derStandard.at. Jene Fläche, auf der die Busse stehen, sei Gewerbe- und Verkehrsfläche, und kein Wohngebiet. Aber selbst, wenn dem so wäre, würde man die WagenbewohnerInnen nicht bleiben lassen, sagt Eichinger: "Wir wollen dort niemanden campieren, wohnen, oder sonst etwas lassen. Außerdem haben wir kein Verständnis für die Vorgangsweise, ein Gebiet einfach zu besetzen."
"Wenn alle erst auf eine Einverständniserklärung gewartet hätten, dann gäbe es bis heute keine Wagenplätze", verweist ein Bewohner auf Verhältnisse anderswo. In Deutschland gibt es rund 30 Wagenburgen.
Genug vom Dauer-Übersiedeln
Während die zweite Hälfte des früheren Simmeringer Wagenplatzes zumindest bis auf weiteres in der Freudenau bleibt, müssen Miriam, Alexandra und Co. nun erneut umziehen. Wohin, wissen sie noch nicht. Schön langsam hätten sie genug vom Nomadenleben. "Alle zwei Jahre umziehen ist ja okay", sagt Miriam. Aber alle paar Monate etwas Neues suchen müssen - das geht einfach nicht. Vor allem nicht im Winter."
Längere Verhandlungen mit der Stadt Wien über ein Grundstück in der Lobau waren gescheitert, nachdem der zuständige Wohnbaustadtrat Michael Ludwig über die Medien ein neues Angebot präsentiert hatte (derStandard.at berichtete). Ein Teil des früheren Wagenplatzes zog danach in die Hafenzufahrtsstraße im zweiten Bezirk, der andere in die Baumgasse. (Maria Sterkl, derStandard.at, 17.8.2009)
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handelt es sich um eine Grünoase mit Wildtierbestand (Hasen, Fasane, Füchse) inmitten der Stadt. Dieser Stadtteil wäre auch groß genug, um Menschen mit alternativem Lebensstil eine dauerhafte Bleibe zu ermöglichen. Für die Anrainer sind die Gründe ein Öko-Paradies. Geplant ist an dieser Stelle jedoch EUROGATE: ein Stadtteil aus Stahl, Glas und Blech - unerträglich Hässlich, dem Wesen des Menschen und aller Kreatur fremd! Aber Wien muss wachsen und modern. Für Natur und natürliches Leben bleibt da kein Platz!
ist es nicht sinn und zweck mit seinem gefährt von einem ort zum anderen zu fahren? oder gehts nur darum "anders" zu sein: zwar an einem festen ort zu leben aber halt ganz individuell und nicht so normal wie alle anderen? weiters frage ich mich wie lässt sich das bewusster und nachhaltiger leben (wie miriam im interview unterstreicht) mit dem fahren von (alten) autos vereinbaren? ganz erschliesst sich mir diese philosophie nicht - was nicht bedeutet das ich diese schlecht heiße! was mir daran nicht gefällt sind aussagen wie "Wagenleben legal illegal- die Stadt hat die Wahl!!!" also sie werden sich sowie einfach nehmen was sie möchten - da wiederspricht sich also einiges...
kann mir mal jemand sagen, wie in diesen Wagenburgen die Sanitären Installationen sind? Woher kommt sauberes Wasser, was geschieht mit Abwasser von Klos und so?? Kann mir nicht vorstellen, dass diese Leute alle chemische Campingklos haben. Wer entsorgt Müll auf wessen Kosten? Vielen Dank für die Auskünfte
http://fm4.orf.at/stories/1622926/
Da ist auch ein Foto - entleert wird er offenbar durch die Stadt Wien.
Sie wollen ja nur deswegen so wenig zahlen, weil sie ja ständig mobli sind, und jederzeit wegkönnen von einem bis dahin nicht genutzen Platz.
Jederzeit?
"Alle zwei Jahre umziehen ist ja okay", sagt Miriam. Aber alle paar Monate etwas Neues suchen müssen - das geht einfach nicht. Vor allem nicht im Winter."
Ein Zitat aus dem obigen Artikel.
Ja, ja. Alternative Lebensweise schon, jedoch nicht so das es womöglich wirklich anstrengend wird.
Dazu ist das weitaus ausführlichere Interview http://fm4.orf.at/stories/1622926/ durchaus erhellend.
Was hier, aus dem Zusammenhang gerissen, vielleicht eigenartig klingt, hat eigentlich einen schlichten praktischen Hintergrund der Durchaus verständlich ist.
Lesen sie einfach en Artikel, darin gibt es schöne, nachvollziehbare Zahlen und er ist auch sonst recht sachlich.
Aber lesen sollt man ihn vorher bevor man öffentlich seine Unfähigkeit beweist mit etwas anderem als billigen Pauschalurteilen zu kritisieren.
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