Preiskampf drückt Umsätze

17. August 2009, 12:44
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Österreichs Elektrohändler haben im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent weniger Erlöse verbucht - Starke Rückgänge bei Unterhaltungselektronik

Wien - Flachbildfernseher, Computer, Notebooks und Handys werden immer billiger. Das freut zwar die Konsumenten, geht aber zulasten der Umsätze der heimischen Elektro- und Elektronikhändler. Im 1. Halbjahr 2009 hat die Branche 1,6 Mrd. Euro umgesetzt, um 3,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Starke Einbußen haben vor allem die Bereiche Unterhaltungselektronik (-10 Prozent), Informationstechnologie (-7 Prozent) und Telekommunikation (-4 Prozent) erlitten, geht aus dem Technical Market Index (Temax) des Marktforschungsunternehmens GfK hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

Espressomaschinen als Verkaufshit

Anders schaut die Situation bei den Haushaltsgeräten aus: Der Umsatz im Segment Elektrogroßgeräte stieg im Zeitraum Jänner bis Juni um 5 Prozent auf 327 Mio. Euro, jener im Bereich Elektrokleingeräte legte um 8 Prozent auf 148 Mio. Euro zu. Umsatzmotor bei den Elektrokleingeräten waren vor allem Espressomaschinen, Staubsauger und Bügeleisen, bei den Großgeräten Wäschetrockner und Waschmaschinen. Standmixer, Wasserkocher und Küchenmöbel entwickelten sich die Umsätze hingegen rückläufig.

Die Unterhaltungselektronik, mit 422 Mio. Euro im 1. Halbjahr der umsatzmäßig größte Bereich, musste in den ersten sechs Monaten des Jahres die größten Abstriche hinnehmen. In der wichtigsten Produktgruppe, den Flachbildfernsehern, hat die Branche im 1. Quartal bei einem Absatzanstieg von 26 Prozent noch ein Umsatzplus von 2,5 Prozent erzielt. Weitere Preisreduktionen, vor allem im April und Mai, und eine "anhaltend schwache Performance" der Plasma-Geräte ergaben dann für das 2. Quartal ein Umsatzminus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Halbjahr gerechnet ergibt sich nun eine Umsatzdifferenz von minus 4 Prozent.

"Erfreulich" sei dagegen die Entwicklung der Heimkino-Anlagen gewesen: Die Produktgruppe wies im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008 einen Absatz-Anstieg von satten 34 Prozent auf, während der Umsatz das Vorjahr immerhin um 19 Prozent übertraf. (APA)

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