USA wollen Nordkaukasus destabilisieren

17. August 2009, 11:52
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Jewkurow: Westen "bemüht, Russland an Erstarkung zu hindern" - Nach erneutem Anschlag

Moskau/Wien - Die USA, Großbritannien und Israel seien an einer Destabilisierung der Lage im Nordkaukasus interessiert. Das erklärte Junus-Bek Jewkurow, Präsident der nordkaukasischen Teilrepublik Inguschetien, am Montag im russischen Radiosender RSN. Der Westen sei "bemüht, Russland an der Erstarkung zu hindern", so Jewkurow laut der russischen Agentur RIA Novosti. Seine Stellungnahme bezog sich auf den jüngsten Anschlag in der größten inguschetischen Stadt Nasran, wo ein Selbstmordattentäter Montag früh mit einem mit Sprengstoff präparierten Kleinlaster das Gebäude der Polizeiverwaltung der Stadt rammte und mindestens 19 Menschen starben.

"Ich bin weit davon entfernt, zu glauben, dass dahinter die Araber stehen. Dahinter stehen andere, ernstzunehmendere, Kräfte. Ich habe das schon betont und wiederhole auch jetzt: der Westen ist weiterhin bemüht, Russland an der Erstarkung bis hin zur Macht der Ex-Sowjetunion zu hindern", so Jewkurow, der weiter meinte: "Die Araber, die in den Nordkaukasus kommen, sind Söldner. Wir verstehen aber, wessen Interessen dahinter stehen: die der USA und Großbritanniens, aber auch Israels. Das ist durchaus real." Jewkurow war am 22. Juni bei einem Anschlag in der Nähe von Nasran schwer verletzt worden.

Der Präsident, der für sein hartes Durchgreifen gegen Extremisten bekannt ist, ordnete einen verstärkten Schutz der Polizei- und anderer Einrichtungen an. Er bezeichnete den Anschlag von Montag als Rache für die Spezialeinsätze gegen bewaffnete Banden an der Grenze Inguschetiens zu Tschetschenien. "Trotz alledem werden die Spezialmaßnahmen zur Neutralisierung der Extremisten fortgesetzt und erst nach der Wiederherstellung der Ordnung abgeschlossen", wurde der inguschetische Präsident von seinem Presseamt zitiert. (APA)

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