Anhebung der Verkehrsstrafen in Italien

17. August 2009, 11:57
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Zehn km/h zu schnell kann in Italien bis zu 200 Euro kosten. Vor allem Verstöße die in der Nacht begangen werden können teuer werden

Wien - Italienische Carabinieri sind bei Autofahrern gefürchtet - und das zu Recht: Die jüngste Anhebung der Verkehrsstrafen macht Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vor allem in den Nachtstunden zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr besonders teuer. Wer plötzlich die Fahrspur wechselt muss inkl. Nachtzuschlag mit Strafen zwischen 50 und mehr als 200 Euro rechnen, gleiches gilt für Lenker, die um bis zu zehn Stundenkilometern zu schnell unterwegs sind. Keine Gnade kennt man mit Alkolenkern, aufpassen heißt es auch für Moped- und Motorradfahrer, berichtete der ARBÖ am Montag.

Wer alkoholisiert (ab 0,5 Promille) am Moped oder Motorrad erwischt wird, dem wird das Fahrzeug sofort beschlagnahmt (und später versteigert), warnte der Autofahrerclub. Hinzu kommt eine Geldstrafe zwischen 500 bis 2.000 Euro. "Zum Vergleich: Bei den Autos greift die drakonische Maßnahme der Beschlagnahme und in weiterer Folge Versteigerung von Fahrzeugen erst ab 1,5 Promille", sagte Lydia Ninz, Sprecherin des Clubs.

Aufpassen heißt es auch mit Müll: Wer Zigarettenstummel oder Obstreste aus dem Fahrzeugfenster wirft, fasst laut Ninz Strafen von 500 bis 1.000 Euro aus. Grundsätzlich kosten Vergehen in der Nacht um bis zu einem Drittel mehr. Bei Geschwindigkeits- und Alkoholdelikten sogar um die Hälfte. Weil diese aber dem Strafrecht unterliegen, entscheiden die jeweiligen Richter von Fall zu Fall, so der ARBÖ. (APA)

Strafhöhen für ausgewählte Delikte im Überblick:

Strafhöhen tagsüber:
Tempoübertretung bis zu zehn km/h:
38 bis 155 Euro
Tempoübertretung zwischen zehn und 40 km/h:
155 bis 624 Euro
Tempoübertretung zwischen 40 und 60 km/h:
370 bis 1.458 Euro
Bei roter Ampel über Kreuzung:
150 bis 599 Euro
Verletzung Sicherheitsabstand:
38 bis 155 Euro
plötzliche Richtungs- oder Fahrspurwechsel:
38 bis 155 Euro
Fahren oder ungerechtfertigtes Halten auf dem Pannenstreifen (auch nicht in Pannenbuchten):
389 bis 1.559

Strafhöhren nachts:
Tempoübertretung bis zu zehn km/h:
50,67 bis 206,7 Euro
Tempoübertretung zwischen zehn und 40 km/h:
206,67 bis 832 Euro
Tempoübertretung zwischen 40 und 60 km/h:
493,33 bis 1.944 Euro
Bei roter Ampel über Kreuzung:
200 bis 798,67 Euro
Verletzung Sicherheitsabstand:
50,67 bis 206,67 Euro
plötzliche Richtungs- oder Fahrspurwechsel:
50,67 bis 206,67 Euro
Fahren oder ungerechtfertigtes Halten auf dem Pannenstreifen (auch nicht in Pannenbuchten):
518,67 bis 1. 2.078,67

 

 

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