Prothese für Elefantin, die auf Mine trat

17. August 2009, 11:52
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1999 musste "Motolas" linkes Vorderbein amputiert werden

Lampang - 1999 begann "Motolas" Leidensgeschichte: Bei einem Arbeitseinsatz an der Grenze Thailands zu Myanmar trat die Elefantenkuh mit dem linken Vorderbein auf eine Mine. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass ihr in einer weltweit Aufsehen erregenden Operation ein Fuß amputiert werden musste. Danach humpelte "Motola" auf drei Beinen, bis ihr im Jahr 2005 erstmals eine provisorische Prothese angelegt wurde.

Langsam musste sich die alte Dame - damals immerhin bereits 44 Jahre alt - an das Tragen der mit Sägespänen, später mit Sand gefüllten Prothese gewöhnen. Sobald ihr Bein kräftig genug geworden war, sollte ihr eine dauerhafte Prothese aus Glasfasern und Silikon angepasst werden. - Und vier Jahre später ist es nun soweit: Am Samstag wurde die neue Prothese angepasst, noch am Wochenende unternahm die rüstige Rentnerin einen ersten kleinen Spaziergang damit.

In Thailand ist die Zahl der gezähmten Elefanten seit 1965 von etwa 11.000 auf heute 2.000 zurückgegangen. Meist dienen sie als Touristenattraktion oder werden als Arbeitstiere für Waldarbeiten vorwiegend entlang der nördlichen und westlichen Grenzen eingesetzt. Seit 50 Jahren kommt es in diesem Gebiet immer wieder zu gewaltsamen Konflikten zwischen der Regierung von Myanmar und Aufständischen - Tretminen sind ein Erbe dieses Konflikts, dem immer wieder Menschen und Tiere zum Opfer fallen. (red)

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    Ein neues Lebensgefühl für "Motola"

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