Neue DNA-Spuren und Hinweise

17. August 2009, 11:31
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Routineermittlungen auch in Spanien

Wien - Knapp drei Monate nach dem Anschlag auf den indischen Ravi Dass-Tempel in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren. "Wir haben neue DNA-Spuren", betonte Polizeisprecher Michael Takacs am Montag. Konkrete Hinweise auf mögliche Komplizen der inhaftierten Verdächtigen oder mögliche Hintermänner gebe es derzeit aber nicht. Weitere Hausdurchsuchungen werden nicht ausgeschlossen.

Neben Österreich wird auch in Spanien ermittelt, bestätigte Takacs einen Bericht auf ORF.at. Es handle sich allerdings um Routineüberprüfungen und keinen neuen Ermittlungsansatz. Einer der bereits verhafteten Verdächtigen habe einen Bezug zu dem Land. Laut Takacs war er in Spanien kurzfristig aufhältig. Man überprüfe, was er dort gemacht habe.

Die Erhebungen sollen noch Monate dauern, betonte der Sprecher. Nach weiteren Hausdurchsuchungen in den vergangenen Wochen gebe es mehr als 1.000 Hinweise, die noch ausgewertet werden müssten. Zusätzlich sei man weiter mit Nachforschungen über die rund 300 Tempelbesucher beschäftigt, die sich während des Anschlags in dem Gebethaus befanden.

"Wir konzentrieren uns auf die Täter und darauf, dass wir möglichst viele Beweise zusammentragen", betonte Takacs. Weitere Hausdurchsuchungen seien nicht ausgeschlossen. Mit dem bei der Schießerei schwer verletzten Führer der Ravi Dass-Glaubensströmung, Sant Niranjan Dass, stehe man über die indische Botschaft in Kontakt. "Wir wissen, dass es ihm gut geht", so der Polizeisprecher.

Am 24. Mai war während einer Predigt in dem Ravi Dass-Gebetshaus in der Pelzgasse der in seiner Heimat bekannte indische Prediger Sant Rama Anand (Nand) durch Schüsse von Tempelbesuchern getötet worden. Der ebenfalls aus Indien angereiste Sant Niranjan Dass erlitt wie zehn Tempelbesucher Verletzungen. Fünf Hauptverdächtige, die unmittelbar danach festgenommen worden waren, befinden sich in U-Haft.

Im Gefängnis sitzt auch ein 26-Jähriger, der am 15. Juni bei einer Hausdurchsuchung in der Causa in seiner Wohnung in der Preysinggasse zwei Schüsse auf Cobra-Beamte abgefeuert hatte. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht davon aus, dass der österreichische Staatsbürger mit indischen Wurzeln aus Angst zur Waffe gegriffen und mit dem Attentat eher nichts zu tun hatte. Er soll aber mit den mutmaßlichen Tätern Kontakt gehabt haben. (APA)

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